Bauern räumen letzte Autobahnblockaden in der Wallonie

<p>Die Autobahnen der Wallonie - wie hier am Kreuz Courrière - sind nach den Bauernprotesten schrittweise wieder frei.</p>
Die Autobahnen der Wallonie - wie hier am Kreuz Courrière - sind nach den Bauernprotesten schrittweise wieder frei. | Foto: belga

Aufgehoben wurden unter anderem die Blockaden in der Provinz Hennegau bei Hensies (E19) und Marquain (E42/E403) sowie am Autobahnkreuz Courrière (E411/N4) in der Provinz Namur.

Teilweise bleibt der Verkehr jedoch weiterhin eingeschränkt. An der französisch-belgischen Grenze ist derzeit lediglich die Fahrtrichtung nach Frankreich wieder befahrbar, während der Verkehr in Richtung Belgien noch gesperrt bleibt. Im Raum Courrière ist die E411 weiterhin in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Der Gouverneur der Provinz Namur, Denis Mathen (MR), hob zudem am Morgen um 6.57 Uhr die zuvor ausgerufene Vorwarnstufe auf.

Die Protestaktionen hatten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag begonnen. In allen wallonischen Provinzen errichteten Landwirte zahlreiche Straßensperren. Während die Blockaden in der Provinz Lüttich bereits am Freitagabend aufgehoben wurden und in den Provinzen Luxemburg und Wallonisch-Brabant am Samstag endeten, hielten einige Sperren bis über das Wochenende an.

Initiiert wurde die Protestbewegung von der wallonischen Vereinigung der Junglandwirte (FJA). Ziel war es, gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten zu protestieren. Die Landwirte wollten die EU-Mitgliedstaaten für die möglichen Folgen sensibilisieren. Dennoch gab am Freitag eine Mehrheit der EU-Staaten grünes Licht für das Abkommen. (belga/calü)

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