Weniger neue Motorräder in Belgien – deutlicher Rückgang bei Zulassungen

<p>Honda - hier ist das Modell GB350S zu sehen - bleibt Marktführer in Belgien.</p>
Honda - hier ist das Modell GB350S zu sehen - bleibt Marktführer in Belgien. | Foto: picture alliance/dpa/Honda

Allerdings relativiert die Branche den Rückgang. Das Jahr 2024 war das stärkste der vergangenen 15 Jahre, vor allem wegen eines Ansturms auf Neuzulassungen kurz vor Inkrafttreten der strengeren Euro-5+-Abgasnorm. „Es ist daher schwierig, 2024 und 2025 direkt miteinander zu vergleichen“, erklärt Christophe Dubon, Sprecher des Verbandes Febiac. „Im November und Dezember 2024 wurden viele Motorräder noch in letzter Minute zugelassen. Deshalb sollte man den Vergleich über einen längeren Zeitraum ziehen.“

Im Vergleich zu 2023 fällt der Rückgang deutlich moderater aus: minus 1,9 Prozent. „In absoluten Zahlen war 2025 also kein schlechtes Jahr – auch wenn wir gesehen haben, dass die Zulassungen ab der zweiten Jahreshälfte zurückgingen“, so Dubon. Für 2026 zeigt sich die Branche optimistisch. „Wir erwarten einen starken Start, auch dank des Autosalons, auf dem in diesem Jahr fast 20 Motorradmarken mit rund 310 Modellen vertreten sind.“

Honda bleibt Marktführer – Einbruch bei 125-ccm-Motorrädern

Unangefochtener Marktführer blieb auch 2025 Honda mit 4.287 verkauften Motorrädern, gefolgt von BMW (3.392), Yamaha (3.058), Kawasaki (2.365) und Piaggio (1.369).

Die stärksten Verluste verzeichnete das Segment der 125-Kubikzentimeter-Motorräder, das um 32,8 Prozent einbrach. „Wahrscheinlich sind viele Pendler auf das Fahrrad oder ein Speed-Pedelec umgestiegen“, vermutet Dubon.

Leichte Zuwächse gab es hingegen in der Klasse zwischen 501 und 1.000 Kubikzentimetern. Die mittleren Hubraumklassen von 126 bis 500 ccm sowie die Maschinen mit mehr als 1.001 ccm mussten dagegen ebenfalls Rückgänge von über zehn Prozent hinnehmen. (belga/calü)

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