Sébastien Pocognoli bleibt trotz Krise bei Monaco optimistisch

<p>Sébastien Pocognoli kämpft mit Monaco um die Trendwende.</p>
Sébastien Pocognoli kämpft mit Monaco um die Trendwende. | Foto: Photo News

Seit seinem Amtsantritt im Oktober verlief der Start in der Fürstenstadt alles andere als reibungslos. In bislang 15 Pflichtspielen feierte Monaco lediglich sechs Siege. In der Ligue 1 rangiert der Traditionsklub derzeit nur auf Platz neun. Zuletzt setzte es am 3. Januar eine deutliche 1:3-Niederlage gegen Olympique Lyon.

Um wieder Stabilität und Selbstvertrauen zu gewinnen, soll der Pokalwettbewerb nun als Wendepunkt dienen. Trotz der öffentlichen Kritik zeigte sich Pocognoli am Donnerstag auf der Pressekonferenz ruhig und reflektiert.

„Ich versuche, rational zu bleiben – bei dem, was wir leisten und was wir verdienen“, erklärte der ehemalige Rote Teufel. „In den letzten beiden Spielen hätten wir – unabhängig von einzelnen Spielsituationen – durchaus vier bis sechs Punkte mehr holen können. Das würde die Wahrnehmung unserer Arbeit komplett verändern. Das ist die Realität.“

Zusätzlich erschweren Verletzungssorgen die Lage. Mit Takumi Minamino und Mohammed Salisu fallen gleich zwei Leistungsträger langfristig aus – beide erlitten einen Kreuzbandriss. „Wir haben derzeit viel Instabilität im Kader durch die Verletzungen“, räumte Pocognoli ein. „Der Klub ist aber darauf vorbereitet, solche Situationen abzufedern – sei es durch interne Lösungen oder möglicherweise durch Transfers. Das hängt von den Profilen, vom Zeitpunkt und vom Wintertransferfenster ab. Wichtig ist, jede Entscheidung sorgfältig abzuwägen, damit sie der Mannschaft wirklich hilft.“

Trotz der sportlich schwierigen Phase sieht der frühere Nationalspieler, der in der letzten Saison die Royale Union Saint-Gilloise zum Meistertitel führte, die Situation auch als Lernprozess. Vertrauen sei dabei der Schlüssel – sowohl innerhalb des Vereins als auch im Verhältnis zu den Spielern.

„Es gibt zwei Wege, damit umzugehen: Wenn Vertrauen da ist – in meine Arbeit und in die Menschen um mich herum – kann ich mich gemeinsam mit den Spielern positiv weiterentwickeln. Fehlt dieses Vertrauen, läuft man Gefahr, falsche Entscheidungen zu treffen“, sagte Pocognoli.

Bemerkenswert offen sprach der Trainer auch über seine persönliche Motivation: „Ich nehme genauso viel Freude aus einer Siegesserie bei Union Saint-Gilloise wie jetzt aus dem Leiden in einer Phase mit weniger Erfolgen. Für mich gibt es in jeder Dynamik eine Lösung. Entscheidend ist, als Team gut zu arbeiten. Daran habe ich keinerlei Zweifel – ich weiß, wie intensiv und konsequent wir mit dem Trainerstab arbeiten.“ (belga/calü)

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