Mehr als vier Millionen Menschen strömten in die Innenstadt. Rund 1,5 Millionen Besucher kamen aus der Region Brüssel, etwa 1,17 Millionen aus Flandern und der Wallonie. Besonders stark fiel erneut der internationale Anteil aus: 1,64 Millionen Gäste reisten aus dem Ausland an. Die meisten Besucher kamen weiterhin aus Frankreich, Spanien und Großbritannien, doch die stärksten Zuwächse wurden bei Gästen aus Polen, China und Portugal registriert.
Der besucherstärkste Tag war Samstag, der 13. Dezember, mit nahezu 200.000 Gästen. Auch medial sorgte das Winterfestival für enorme Aufmerksamkeit: Die geschätzte Reichweite lag bei 99,8 Millionen Kontakten, hinzu kamen 2,7 Millionen Videoaufrufe in sozialen Netzwerken sowie 173.000 eindeutige Website-Besuche. Zudem tauchte „Winterfreuden“ in mehreren internationalen Rankings der beliebtesten Weihnachtsmärkte auf und erhielt breite Resonanz in ausländischen Medien.

„Die Bilanz dieser Ausgabe ist eindeutig positiv. Wir überschreiten erneut die Marke von 4,3 Millionen Besuchern – mit einem Publikum aus aller Welt“, erklärte Close. Der Weihnachtsmarkt sei fest im Brüsseler Stadtleben verankert und bleibe vor allem deshalb so erfolgreich, weil es sich stetig neu erfinde. „Wenn wir seit 25 Jahren immer dasselbe Programm angeboten hätten, gäbe es diesen anhaltenden Erfolg nicht“, sagte der Bürgermeister und verwies auf regelmäßig erneuerte Routen, neue Lichtinszenierungen und eine angepasste Angebotsvielfalt.
Auch wirtschaftlich zieht die Stadt eine positive Bilanz. Der zuständige Schöffe für Wirtschaft und Handel, Didier Wauters (Les Engagés), betonte, dass der Weihnachtsmarkt gezielt den lokalen Handel stärken solle. „‚Winterfreuden‘ muss ein Motor für den Brüsseler Handel sein – keine Konkurrenz. Darauf achte ich sehr bewusst“, sagte Wauters. Die bisherigen Rückmeldungen und Beobachtungen vor Ort zeigten eine steigende Besucherzahl sowie mehr Gäste aus Belgien. Künftig wolle man zudem einzelne Veranstaltungen auf weitere Stadtviertel ausdehnen, um deren Besonderheiten und lokale Geschäfte stärker sichtbar zu machen.

Auch die einzelnen Attraktionen waren gut besucht: Die Eisbahn am Place De Brouckère zählte 46.913 Besucher, das Curling-Angebot lockte 4.401 Teilnehmer an. Darüber hinaus engagierte sich das Festival sozial und ökologisch: 22 soziale Organisationen waren eingebunden, wiederverwendbare Becher und kompostierbare Verpackungen halfen, rund 3,2 Tonnen CO₂ einzusparen. Zusätzlich wurden überschüssige Lebensmittel weiterverteilt.
Der Standort Vismet wurde bereits am 1. Januar 2026 geschlossen, um Besucherströme besser zu verteilen und Rücksicht auf das Wohnumfeld zu nehmen. Die restlichen Anlagen in der Innenstadt wurden am 4. Januar dichtgemacht.
Die 25. Ausgabe von „Winterfreuden“ ist übrigens bereits terminiert: Sie findet vom 27. November 2026 bis zum 3. Januar 2027 statt. (belga/calü)

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