Der demokratische US-Politiker Tim Walz will sich nun doch kein drittes Mal der Wahl zum Gouverneur des Bundesstaates Minnesota stellen. Über die Feiertage sei er zum Schluss gekommen, „dass ich einem politischen Wahlkampf nicht meine ganze Kraft widmen kann“, hieß es in einer Pressemitteilung. „Ich habe mich daher entschieden, aus dem Rennen auszusteigen und die Wahl anderen zu überlassen, während ich mich auf meine Arbeit konzentriere“, schrieb er. Die Entscheidung kommt nach einem Jahr, das Walz als „außerordentlich schwieriges Jahr“ für seinen Bundesstaat bezeichnete.
Noch im Herbst hatte Walz eine dritte Amtszeit angestrebt. In einem Video sagte er: „Ich werde niemals aufhören, dafür zu kämpfen, um uns vor dem Chaos, der Korruption und der Grausamkeit aus Washington zu schützen.“ Zuletzt war Walz allerdings stark in die Kritik geraten, nachdem einige Dutzend Somalier das Sozialsystem des Bundesstaates unter Walz' Führung um Hunderte Millionen Dollar betrogen haben sollen.
US-Präsident Donald Trump zeigte sich auf seiner Plattform Truth Social davon überzeugt, dass „Fakten ans Licht kommen werden“. Walz habe den Bundesstaaten „ruiniert“. Walz gilt als scharfer Kritiker Trumps: Unter anderem bezeichnete er die von dem Republikaner forcierten US-Zölle auf importierte Waren als „Steuer für die arbeitende Bevölkerung“.
Walz wurde erstmals 2018 zum Gouverneur des Bundesstaates gewählt, 2022 folgte die Wiederwahl. Bei der Präsidentenwahl 2024 war er für die Demokraten als Vizekandidat neben Kamala Harris ins Rennen gegangen - beide unterlagen aber den Republikanern Trump und JD Vance. (dpa/calü)

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