Der Aufwärtstrend setzt sich damit ungebremst fort. Allein fast 4,2 Millionen Anzeigen entfielen auf überhöhte Geschwindigkeit. In knapp 20.000 Fällen waren Autofahrer sogar mehr als 40 km/h zu schnell unterwegs. Ebenfalls ganz oben auf der Liste der häufigsten Verstöße: falsches Halten und Parken, die Nutzung des Handys am Steuer sowie das Missachten von Ampeln und Verkehrsverboten.
Regional gesehen führt die Provinz Antwerpen die Statistik deutlich an: Dort wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr als eine Million Verkehrsverstöße gezählt. Auch in der Provinz Flämisch-Brabant (786.524), Ostflandern (704.986) und Hennegau (473.438) liegen die Zahlen auf hohem Niveau.
Besonders schwerwiegende Verstöße der vierten Kategorie – der höchsten Stufe – wurden 1.382 Mal registriert. Meist handelte es sich dabei um gefährliche Situationen an Bahnübergängen, etwa das Überqueren trotz geschlossener Schranken oder aktiver Warnsignale.
Mit mehr als fünf Millionen Verstößen in nur einem halben Jahr wurde 2025 bereits zum fünften Mal in Folge ein Rekord gebrochen. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2024 zählte die Föderalpolizei 4.591.623 Anzeigen, im gesamten Jahr 2017 waren es 4.784.400. Dass die Zahlen weiter steigen, führt die Polizei vor allem auf die zunehmende Zahl von „Blitzern“ und Abschnittskontrollen zurück.
Eine wichtige Einschränkung: Die Zahl der festgestellten Verkehrsverstöße entspricht nicht automatisch der Zahl der tatsächlich verhängten Geldbußen. Diese Daten will das föderale Justizministerium im Laufe des Jahres veröffentlichen. Erfahrungsgemäß liegen beide Werte jedoch nahe beieinander. (belga/calü)

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