Im Sommer hatte das Unternehmen mit den Gewerkschaften eine entsprechende Vereinbarung zu den Sonntagsöffnungszeiten getroffen. Diese tritt nun Anfang Januar in Kraft. Die 152 Okay-Nachbarschaftsmärkte werden sonntags von 8.00 bis 12.30 Uhr geöffnet sein.
Colruyt hatte sich lange zurückhaltend gezeigt, was Sonntagsöffnungen betrifft, stand aber zunehmend unter Druck durch Wettbewerber. Viele dieser Märkte werden von unabhängigen Betreibern geführt und sind daher eher bereit, auch am Wochenende zu öffnen. Für Colruyt, das noch zahlreiche Filialen selbst betreibt, sind die zusätzlichen Öffnungszeiten hingegen deutlich kostspieliger.
Neben den Okay-Märkten werden künftig auch die Formate Okay City und Okay Direct sowie die Ketten Cru und Comarché sonntags geöffnet sein. Die meisten Spar-Märkte der Colruyt-Gruppe öffnen bereits am Sonntag. Die klassischen Colruyt-Supermärkte bleiben grundsätzlich geschlossen – mit Ausnahme der Filialen an der Küste und in den Ardennen, die während Zeiten mit hohem Touristenaufkommen am Sonntagvormittag öffnen.
Anfang Dezember hatte der Konzern betont, dass Sonntagsöffnungen wirtschaftlich schwierig seien. Ein durchschnittlicher Kunde gebe sonntags in belgischen Supermärkten rund 27 Euro aus, an anderen Tagen 35 Euro – und bei Colruyt sogar etwa 70 Euro. Mit einem Umsatz von 27 Euro pro Kunde lasse sich eine Sonntagsöffnung kaum rentabel gestalten, so das Unternehmen. (belga/rt)

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