Spektakel am „Boxing Day“: Brügge vermiest Ex-Trainer Hayen das Genk-Debüt

<p>Unter anderem Aleksandar Stankovic (Mitte) traf beim aberwitzigen Schlagabtausch zwischen seinen Brüggern und Genk.</p>
Unter anderem Aleksandar Stankovic (Mitte) traf beim aberwitzigen Schlagabtausch zwischen seinen Brüggern und Genk. | Foto: belga

Dank des Auswärtssieges übernahm Club Brügge zwischenzeitlich die Tabellenführung in der 1. Division, musste sie wenige Stunden später allerdings wieder an Meister Union Saint-Gilloise abgeben und begeht den Jahreswechsel als Tabellenzweiter. Genk steckt weiterhin im Mittelfeld fest, überwintert mit 16 Punkten Rückstand auf Brügge auf Rang sieben – also außerhalb der „Champions Play-offs“.

Den Start in diesen aberwitzigen Nachmittag gab Hugo Vetlesen infolge einer einstudierten Eckenvariante und mit einem Schuss von der Strafraumkante (13.). Mit seiner zweiten Vorlage brachte Christos Tzolis das 2:0 durch Romeo Vermant auf den Weg (24.). Dicke Sorgenfalten zeichneten sich auf Nicky Hayens Stirn ab: Seine neue Elf war gegen seine alte noch nicht wirklich auf dem Platz – meldete sich aber nur 120 Sekunden später endlich in der Partie an. Yira Sor schüttelte Kyriani Sabbe nach einem Pass in die Tiefe ab und behielt auch gegen Club-Torhüter Dani van den Heuvel die Oberhand. Ein dringend benötigter Anschlusstreffer, den Schiedsrichter Lawrence Visser zunächst wegen Abseits einkassierte, den der VAR aber wenig später doch geltend machte (24.).

Der offene Schlagabtausch hatte nun endgültig begonnen, phasenweise jagten sich beide Mannschaften die Bälle regelrecht um die Ohren. Heynen klärte einen Pass vor Hans Vanaken, auf der anderen Seite blockte Nationalspieler Brandon Mechele einen Schuss ab. Kurz vor dem Seitenwechsel durfte Vanaken doch zum Jubeln abdrehen – sein insgesamt 18. Treffer gegen Genk und die eiskalte Dusche für Nicky Hayen (42.).

<p>Vergangenheit und Gegenwart: Vor zwei Wochen warf Club Brügge Nicky Hayen (links) raus und holte Ivan Leko (rechts).</p>
Vergangenheit und Gegenwart: Vor zwei Wochen warf Club Brügge Nicky Hayen (links) raus und holte Ivan Leko (rechts). | Foto: belga

Der KRC-Coach reagierte zur Pause und brachte Mirisola, der direkt das 2:3 auf dem Fuß hatte. Dani van den Heuvel, erneut für die verletzten Simon Mignolet und Nordin Jackers zwischen den Pfosten, sprach das letzte Wort. Doch nur wenige Minuten später musste er sich nach einem Kopfball von Daan Heymans geschlagen geben (51.). Und als Junya Ito sich auf dem Weg zum Ausgleich durch die halbe Brügger Abwehr dribbelte, stand die Cegeka Arena Kopf (76.) – die Limburger waren „back in the game“.

Allerdings nur für vier Zeigerumdrehungen, denn der Sechszehnergrenze aus knallte Aleksandar Stankovic das Leder zur erneuten Brügger Führung in die Maschen (4:3, 80.). Diesmal fanden die Genker keine Antwort mehr, unter anderem, da Schiedsrichter Visser ein mögliches Siquet-Handspiel nicht als elfmeterwürdig erachtete (88.). Stattdessen schraubte Cissé Sandra den Deckel in der Nachspielzeit drauf (90.+2). (tf/belga)

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