Kältewelle erwartet: Brüssel öffnet zusätzliche Notunterkünfte für Obdachlose

<p>Die Region Brüssel stockt Unterkünfte für Obdachlose auf.</p>
Die Region Brüssel stockt Unterkünfte für Obdachlose auf. | Foto: belga

In Absprache mit den Regionalbehörden werden 65 zusätzliche Notplätze bereitgestellt. Davon entfallen 15 Plätze auf das Poincaré-Zentrum für alleinstehende Männer von Samusocial. Weitere 50 temporäre Schlafplätze entstehen in der Turnhalle einer Schule in der Gemeinde Ixelles, in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz.

Die Unterbringung in der Turnhalle erfolgt ausschließlich nachts; tagsüber müssen die Räume wieder verlassen werden, wie das Rote Kreuz präzisiert. Den Betroffenen stehen Feldbetten, Mahlzeiten, warme Getränke sowie sanitäre Einrichtungen zur Verfügung.

Diese zusätzlichen Plätze ergänzen die bereits bestehenden rund 2.800 Notunterkünfte, die aktuell von verschiedenen Trägern wie Samusocial, BelRefugees und dem Roten Kreuz betrieben werden.

Da es der Region bislang nicht gelungen ist, ein Gebäude zu finden, das eine Unterbringung bis Ende März ermöglichen würde, wurden die Brüsseler Gemeinden gebeten, zeitlich begrenzte Lösungen anzubieten – so wie nun in Ixelles. Die Regionalbehörden und Bruss’help betonen, dass parallel weiter nach dauerhafteren Unterbringungsmöglichkeiten für den restlichen Winter gesucht wird.

Parallel dazu aktivieren auch die STIB und die SNCB ihre sogenannten „Kälte“-Pläne. Obdachlose Menschen werden demnach in den kostenfreien öffentlichen Bereichen der STIB-Metrostationen sowie in den dafür vorgesehenen Zonen des Brüsseler Südbahnhofs geduldet. (belga/calü)

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