Die Nutzung digitaler Medien fällt dabei sehr unterschiedlich aus. Knapp ein Viertel der Bevölkerung (23 Prozent) gibt an, höchstens eine Stunde pro Tag online zu sein. Am anderen Ende der Skala stehen 11 Prozent, die täglich mehr als acht Stunden vor Bildschirm oder Smartphone verbringen. Dazwischen verteilt sich die Nutzung relativ gleichmäßig: 20 Prozent sind täglich ein bis zwei Stunden online, 15 Prozent zwei bis drei Stunden, 18 Prozent drei bis fünf Stunden und 13 Prozent fünf bis acht Stunden.
Der wichtigste Faktor für diese Unterschiede ist das Alter. Besonders internetaffin sind die 16- bis 24-Jährigen: Sie verbringen im Durchschnitt mehr als fünf Stunden täglich online, fast acht von zehn nutzen digitale Medien sogar länger als drei Stunden pro Tag. Mit zunehmendem Alter sinkt die Bildschirmzeit deutlich. Bei den 25- bis 34-Jährigen liegt der Durchschnitt noch bei 4,9 Stunden, bei den 35- bis 44-Jährigen bei 4,3 Stunden und bei den 45- bis 54-Jährigen bei 3,6 Stunden täglich.
Ab dem 55. Lebensjahr fällt der Rückgang besonders stark aus. Menschen zwischen 75 und 89 Jahren verbringen im Schnitt nur etwas mehr als eine Stunde pro Tag online. Fast 70 Prozent dieser Altersgruppe geben an, höchstens eine Stunde täglich im Internet zu sein.
Auch der Bildungsgrad spielt eine entscheidende Rolle. Personen mit hohem Bildungsabschluss verbringen durchschnittlich 4,4 Stunden pro Tag im Netz. Bei Menschen mit mittlerem Bildungsniveau sind es 3,4 Stunden, bei Personen mit niedrigem Bildungsgrad nur 2,9 Stunden.
Die Zahlen zeigen: Obwohl digitale Medien für viele Belgier längst zum Alltag gehören, besteht weiterhin eine deutliche digitale Kluft – insbesondere zwischen den Generationen und je nach Bildungsstand. (belga/calü)

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