Derzeit sind 16 Beamte der föderalen Polizei aus Brüssel zur Unterstützung vor Ort im Einsatz. Sie arbeiten gemeinsam mit der lokalen Polizei, wobei die Sicherheitsaufgaben gleichmäßig zwischen föderalen und lokalen Kräften aufgeteilt sind. „Das bedeutet, dass mit einem Schlag die Hälfte der eingesetzten Kräfte wegfällt“, kritisierte das Kabinett der Bürgermeisterin in einer Stellungnahme gegenüber Belga.
Innenminister Quintin habe demnach erklärt, dass der Rückgriff auf föderale Reserven keine dauerhafte Lösung für Antwerpen sein dürfe. Sein Kabinett bemühte sich zugleich um Beruhigung und betonte, dass die Überwachung des jüdischen Viertels auch im kommenden Jahr „nach denselben Standards wie derzeit“ fortgesetzt werde – unter der Verantwortung der Antwerpener Polizei.
Die Entscheidung bestehe lediglich darin, die 16 föderalen Beamten aus Brüssel an ihren ursprünglichen Arbeitsort zurückzuführen, erklärte der Sprecher des Innenministers. Diese hätten bislang lokale Polizisten ersetzt.
Darüber hinaus möchte der Innenminister Soldaten vor Einrichtungen der jüdischen Gemeinschaft in Antwerpen einsetzen. Darüber sei bereits eine Einigung mit Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) erzielt worden. Dieses Vorhaben stößt jedoch auf den Widerstand eines flämischen Koalitionspartners. (belga/rt)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren