2016 gab es noch knapp 25.000 Genossenschaften, 2025 sind es nur noch rund 12.500, vor allem wegen der Reform des Gesellschaftsrechts von 2019. Seither dürfen nur Unternehmen, die tatsächlich nach genossenschaftlichen Prinzipien arbeiten, die Rechtsform behalten, weshalb viele frühere „Schein-Genossenschaften“ aussortiert wurden und mehr als 6.000 Unternehmen zur Rechtsform der BV wechselten.
Trotz der geringeren Zahl bleibt der wirtschaftliche Einfluss beachtlich: Die Unternehmen mit neuem Status machen zwar nur 0,14 Prozent aller Firmen aus, verantworten jedoch rund 1,1 Prozent des BIP und 1,5 Prozent der Beschäftigung in Belgien; ihr gemeinsamer Umsatz lag 2023 bei 29 Milliarden Euro, während die Zahl der Arbeitsplätze seit 2016 um gut sieben Prozent gestiegen ist.
Bekannte Genossenschaften sind etwa Ecopower, Milcobel, BelOrta oder Febelco, die größte bleibt Cera mit rund 400.000 Mitgliedern. (belga/gz)

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