Der Unmut sitzt tief. Seit März 2023 wartet der Sektor – rund 3.000 Arbeitnehmer aus Alten- und Behinderteneinrichtungen, Beschützenden Werkstätten, Familienhilfe, der psychiatrischen Klinik und dem soziokulturellen Bereich – auf ein Rahmenabkommen, das bessere Arbeitsbedingungen sichern soll. Trotz eines von allen Parteien vor den Wahlen 2024 unterzeichneten Bekenntnisses habe sich „anderthalb Jahre lang nichts getan“, kritisieren die Gewerkschaften.
Hier ein Video der Demo am Mittwochnachmittag
„Es ist zwei vor zwölf“, heißt es aus der Gemeinschaftsfront von christlicher, sozialistischer und liberaler Gewerkschaft. Gefordert werden unter anderem bessere Löhne und Gehälter, mehr Personal, Entlastungsmaßnahmen am Laufbahnende und spürbare Wertschätzung.

Zahlreiche Beschäftigte verließen den Sektor, weil Verbesserungen ausblieben – mit Folgen für die Dienstleistungsqualität, sagte Vera Hilt von der christlichen Angestelltengewerkschaft CNE. Während im Parlament der DG am Mittwochnachmittag das Budget 2026 auf der Tagesordnung stand, wollten die Beschäftigten die Abgeordneten an ihre Zusagen erinnern. „Der NKS ist essenziell, aber die Regierung handelt nicht entsprechend“, so die Gewerkschaften. (sc)
Mehr zu dem Thema folgt später.

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