Bereits am 30. September 2025 erließ ein Untersuchungsrichter aus Westflandern einen Haftbefehl in Abwesenheit sowie einen europäischen Haftbefehl gegen den Mann, der international gesucht wird. Ihm werden aktive Bestechung und Beteiligung an einer kriminellen Organisation zur Last gelegt.
Fokus auf Verträge von Elbit Systems
Nach Angaben der beteiligten Medien möchte die Justiz den Verdächtigen zu Verträgen mit dem israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems befragen. Interne Dokumente sollen belegen, dass Elbit seit dem 31. Juli 2025 vorübergehend von NSPA-Ausschreibungen ausgeschlossen wurde – wegen „schwerwiegender Vorwürfe“ möglicher Unregelmäßigkeiten.
Von der Sperre betroffen seien demnach auch bestehende Verträge, unter anderem im Bereich der 155-Millimeter-Munition sowie Flugzeugabwehrsysteme.
Der Konzern teilte per E-Mail mit, man sei „nicht über Details informiert“ und könne daher keinen Kommentar abgeben. Zugleich betonte das Unternehmen sein Compliance-Programm.
Verbindungen zu Hauptverdächtigem in Belgien
Nach den Recherchen soll der gesuchte Italiener Kontakt zu Guy M., einem aus Bredene stammenden Munitionsspezialisten, gehabt haben. Dieser gilt als zentrale Figur im belgischen Teil des Ermittlungsverfahrens und befindet sich inzwischen unter Auflagen auf freiem Fuß. Zudem stehen zwei belgische NSPA-Mitarbeiter in Luxemburg unter Verdacht.
Das NSPA wie auch die NATO verzichten bisher auf inhaltliche Kommentare, betonen aber, mit der Justiz zusammenzuarbeiten. (calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren