Elf Windräder auf dem Schneifelrücken

<p>Die Projektpartner vollzogen symbolisch den ersten Spatenstich.</p>
Die Projektpartner vollzogen symbolisch den ersten Spatenstich. | Foto Niklas Oster/evm

Nach rund zehn Jahren intensiver Planung und Genehmigungsverfahren haben die Projektpartner Energieversorgung Mittelrhein AG (evm), die Stadtwerke Karlsruhe GmbH und Thüga Erneuerbare Energien gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Prüm sowie den Grundstückseigentümern Landesforsten Rheinland-Pfalz und der Ortsgemeinde Sellerich damit den Startschuss für die Arbeiten gegeben. „Der Windpark Schneifelhöhe ist ein Vorzeigeprojekt für uns und unsere Region. Wir leisten damit einen großen und wichtigen Beitrag zur Energiewende vor Ort“, betont Christoph Hesse, Vorstand der evm. „Wir verstehen uns als Treiber einer nachhaltigen Entwicklung im nördlichen Rheinland-Pfalz“, so Hesse. Neben der evm engagieren sich auch die Stadtwerke Karlsruhe und die Thüga Erneuerbare Energien in dem gemeinsamen Projekt.

Susanne Greschner, Abteilungsleiterin Erneuerbare Erzeugung bei den Stadtwerken Karlsruhe, erklärt: „Wir freuen uns, Teil dieses Projekts zu sein. Es zeigt, wie kommunale Unternehmen gemeinsam die Energiewende voranbringen und Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft übernehmen.“ Auch Thomas Walther von der Thüga Erneuerbare Energien unterstreicht: „Die Schneifelhöhe ist ein idealer Standort für die Nutzung der Windenergie. Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für den Ausbau erneuerbarer Energien und die regionale Wertschöpfung.“

Als Flächeneigentümer begleitet Alexander Wendlandt vom Forstamt Prüm das Projekt: „Wir begrüßen es, dass unsere Flächen für ein Projekt genutzt werden, das Klima- und Naturschutz miteinander verbindet.“ Mit einer Gesamtleistung von 77 Megawatt ist der Windpark Schneifelhöhe aktuell das größte regenerative Erzeugungsprojekt der evm und ein wichtiger Schritt hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung. Die erzeugte Strommenge entspricht dem bilanziellen Bedarf der kompletten Landkreise Bitburg-Prüm und Cochem-Zell mit ihren zusammen rund 160.000 Einwohnern. Zudem werden durch den neuen Windpark jährlich erhebliche Mengen CO2 eingespart. Mit einer Höhe von rund 630 bis 670 Meter über dem Meeresspiegel finden sich hier beste Voraussetzungen für die Erzeugung von Strom aus Windenergie. Das Projekt verteilt sich dabei auf zwei Teilgebiete. In den nächsten Wochen laufen die vorbereitenden Arbeiten, bevor dann Anfang nächsten Jahres die Errichtung der Infrastruktur beginnt. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2027 vorgesehen. Zum Einsatz kommen hochmoderne Turbinen des deutschen Herstellers Nordex, die für die anspruchsvollen Windbedingungen der Eifel ausgelegt sind. (boß)

Kommentare

  • Schon beeindruckend wie hier der totalen Zerstörung der Eifel gehuldigt wird. Die Windmafia zieht danach einfach weiter.

  • "Totale Zerstörung der Eifel" - alles klar. Was man in Aachen, Trier, Koblenz und Monschau wohl darüber denken mag, dass sie bald "total zerstört" sind...?

    Kleine Anekdote zur "Zerstörung":

    Das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich bei Koblenz war insgesamt nur knapp 2 Jahre (1986-1988) in Betrieb.
    Der Rückbau dieses kurzlebigen AKWs läuft seit 2004 und verschlingt Milliarden. Seit über 20 Jahren wird also ein AKW abgerissen, das nur wenige Monate in Betrieb war.

    Wie war das nochmal mit der Nachhaltigkeit und Wirschaftlichkeit?

  • Herr Hezel, was hat das mit der Zerstörung der Eifel zu tun? Das KKW Mülheim ist durch politischen Irrsinn zerstört worden, die Eifel und andere Gebiete durch die Windmafia und ihre Vasallen.

  • Soweit ich weiss, gibt es die Eifel immer noch. Wo ist denn da ihre "totale Zerstörung"?

    Stellen Sie sich vor, es gibt tatsächlich noch Menschen, die die Welt nicht in Schwarz/Weiss und Totalen/Absolutismen sehen.
    Haben Sie Mut zum Grau, zur Nuance...

  • Wer nicht wahrhaben will, dass mit mehr Windrädern die Stromversorgung unsicherer und teurer wird, der wohnt wohl in einer Phantasiewelt.

  • Richtig Herr Scholzen

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