Neue Regelung für Arbeitnehmer: Höhere Essensgutscheine statt Lohnerhöhung
Kaufkraft
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Ab Januar erhalten in mehreren Branchen tausende Arbeitnehmer höhere Essensgutscheine. Darauf haben sich die Sozialpartner in verschiedenen Sektoren geeinigt, wie die christliche Gewerkschaft am Freitag mitteilte.
Ab Januar steigen in mehreren Sektoren die Essensgutscheine.
| Foto: belga
Da die Lohnnorm für 2024 und 2025 bei null Prozent liegt, setzen viele Arbeitgeber auf eine Erhöhung der Essensgutscheine, um den Beschäftigten dennoch mehr Kaufkraft zu geben.
Im Lebensmittelsektor, wo über 100.000 Menschen arbeiten, steigt der Wert der Essensgutscheine um einen Euro pro Arbeitstag. In einigen Betrieben kann zusätzlich verhandelt werden, ob ein weiterer Zuschlag gewährt wird.
Auch im Kraftstoffhandel mit rund 1.900 Beschäftigten gibt es ab Januar eine Anpassung: Die Essensgutscheine steigen um zwei Euro. Wer bisher keine erhielt, soll künftig 3,09 Euro pro Gutschein bekommen.
Im Papier- und Kartonsektor (9.000 Beschäftigte) haben die Unternehmen bis Ende Januar Zeit, eine Regelung auszuhandeln. Kommt keine Einigung zustande, erhöht sich der Wert automatisch um einen Euro ab Januar und um weitere 50 Cent ab Juli.
Allerdings gilt: Nicht alle Beschäftigten dieser Branchen erhalten automatisch Essensgutscheine – das hängt von der jeweiligen Firma ab. Laut der Sozialversicherung ONSS profitieren derzeit mehr als 70 Prozent aller Arbeitnehmer in Belgien von Essensgutscheine.
Für das kommende Jahr wird zudem geprüft, ob der gesetzliche Höchstbetrag pro Essensgutschein von 8 auf 10 Euro angehoben werden kann. Die letztliche Höhe für die Arbeitnehmer bleibt aber weiterhin abhängig von der jeweiligen Unternehmenspraxis. (belga/rt)
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