Mehr Kosten als Einnahmen: Ryanair beendet Prime-Angebot
Fluggesellschaft
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Die Fluggesellschaft Ryanair beendet ihr Abonnementmodell. Die Anfang April gestartete Testphase für das „Prime“-System wird nicht weitergeführt, wie das Unternehmen am Freitag bekanntgab.
Foto: belga
Das Angebot sah vor, dass Passagiere gegen eine Jahresgebühr von rund 80 Euro Rabatte auf Sitzplatzreservierungen, Reiseversicherungen und weitere Extras erhalten. Nach acht Monaten zieht Ryanair jedoch eine negative Bilanz: Das Modell habe mehr gekostet, als es eingebracht habe.
Laut Marketingdirektor Dara Brady erzielte das Abonnement zwar 4,4 Millionen Euro an Einnahmen – gleichzeitig profitierten die Kunden aber von geschätzten 6 Millionen Euro an Preisnachlässen.
„Das Verfahren kostet mehr Geld, als es einbringt – und rechtfertigt den monatlichen Aufwand nicht“, so Brady.
Neue Abonnements werden daher nicht mehr angenommen. Die bereits 55.000 bestehenden Prime-Kunden können die Vorteile allerdings noch für zwölf weitere Monate nutzen.
Ryanair will sich künftig wieder voll darauf konzentrieren, für alle 207 Millionen Passagiere pro Jahr die niedrigsten Tarife Europas anzubieten – und nicht nur für eine kleine Kundengruppe, wie das Unternehmen betont. (belga/rt)
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