Ethische Hacker decken zahlreiche Sicherheitslücken bei Behörden auf

<p>Staatliche Behörden im Fokus: 96 Sicherheitslücken bei belgischen Diensten entdeckt.</p>
Staatliche Behörden im Fokus: 96 Sicherheitslücken bei belgischen Diensten entdeckt. | Foto: picture alliance/dpa

Der Fund ist das Ergebnis des Wettbewerbs #HackTheGovernment2025, einer jährlich stattfindenden Ethical-Hacking-Aktion, bei der die digitale Widerstandsfähigkeit der föderalen Behörden getestet wird. Insgesamt 71 Teilnehmer – 39 Cybersecurity-Profis und 32 Studierende – suchten dabei systematisch nach Schwachstellen in ausgewählten IT-Systemen der Regierung.

Die ethischen Hacker überprüften unter anderem die Online-Systeme des Landesamts für Jahresurlaub, der Arzneimittelbehörde, der Polizei und der Verteidigung.

Am Ende kamen 96 „einzigartige Schwachstellenberichte“ zusammen – ein neuer Rekord. „Die Ergebnisse sind dieses Jahr nicht nur zahlenmäßig bemerkenswert, sondern auch inhaltlich beeindruckend“, unterstreicht Sprecher Michele Rignanese. „Die Qualität der Meldungen zeigt, wie professionell und wertvoll die Community der ethischen Hacker in Belgien inzwischen ist.“

Zum Vergleich: Im Vorjahr waren 84 Schwachstellen entdeckt worden, die nach Angaben des Zentrums allesamt rasch behoben wurden.

Für das Zentrums für Cybersicherheit ist #HackTheGovernment weit mehr als eine technische Übung. Das Projekt stärke das Vertrauen der Bürger und fördere Transparenz, heißt es. „Bürgerinnen und Bürger, Studierende und Cybersecurity-Fachleute arbeiten hier Hand in Hand mit den Behörden, um Schwachstellen aufzuspüren und zu beheben, bevor sie von Kriminellen ausgenutzt werden“, betont Michele Rignanese.

Gleichzeitig bietet das Programm auch jungen Talenten eine Chance: Studierende erhalten zwei Wochen lang die Möglichkeit, direkt mit erfahrenen Cyberexperten zusammenzuarbeiten – ein Einblick, der sonst kaum möglich wäre. (belga/calü)

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