Laut Meteorologe Luc Trullemans waren die Bedingungen für außergewöhnliche Tiefsttemperaturen „ideal“: polare, trockene Luft, kaum Wind, sternklarer Himmel und eine geschlossene Schneedecke über den Hochlagen der Ardennen. Diese Kombination führte dazu, dass sich in den Tallagen der Eifel besonders viel Kaltluft sammelte, erklärte er der Verlagsgruppe Sudinfo.
Das Königliche Meteorologische Institut (KMI) in Uccle bei Brüssel bestätigte am Samstagmorgen landesweit teils extreme Temperaturunterschiede, von +2 Grad an der Küste bis eben zu fast –16 Grad im Osten. Schon 2024 wurden am 22. November in der Region bemerkenswerte Tiefstwerte gemessen (–10,2 Grad in St.Vith, –10,8° Grad in Neidingen). Für eine offiziell noch tiefere Temperatur muss man allerdings weit zurückschauen: Am 23. November 1998 registrierte das IRM in Elsenborn –15,6 Grad. Historisch bleibt der Rekord von Vielsalm unerreicht: Am 28. November 1915 wurden dort –22,8 Grad gemessen. Die aktuelle Kältewelle veranlasste das KMI, für Samstag eine landesweite Gelb-Warnung wegen Glätte und Nebel auszusprechen. In Ostbelgien ist besonders auf Nebenstraßen weiterhin Vorsicht geboten. (sc)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren