Schock in Prüm: Krankenhaus St. Joseph stellt Insolvenzantrag

<p>Das Krankenhaus St. Joseph in Prüm</p>
Das Krankenhaus St. Joseph in Prüm | Foto: Input-Medien

Dazu Landrat Andreas Kruppert in einer ersten Stellungnahme: „Die Mitteilung der vom Träger des St. Joseph-Krankenhauses beauftragten Anwaltskanzlei über die bevorstehende Insolvenzantragstellung hat mich heute völlig überraschend erreicht. Ich bin tief betroffen über diesen Schritt.“

Das Krankenhaus in Prüm sei unentbehrlich für die medizinische Grundversorgung im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Mit seinen vielfältigen Fachbereichen, der zentralen Notaufnahme und den ambulanten Angeboten übernehme es eine tragende Rolle für die Gesundheitsversorgung in der westlichen Eifel. „Gerade in einer ländlich geprägten Region wie unserer darf eine Schließung dieser Einrichtung unter keinen Umständen eine Option sein. Wir benötigen das Krankenhaus in Prüm – heute und in Zukunft.“

Als Landrat erwarte er daher von allen Verantwortlichen, dass sie ihrer besonderen Verantwortung gerecht werden und jetzt alles daransetzen, den Standort zu sichern. „Die medizinische Versorgung der Bevölkerung darf nicht zum Spielball wirtschaftlicher Zwänge werden“, so Kruppert.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm steht bereits in engem Austausch mit dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium. „Ich fordere kurzfristige Gespräche mit allen Beteiligten ein, um gemeinsam Wege zu finden, den Fortbestand des Krankenhauses sicherzustellen. Wir werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass der Betrieb erhalten bleibt und die Menschen in unserer Region weiterhin auf eine wohnortnahe stationäre Versorgung vertrauen können.“

Die volle Unterstützung gelte in dieser schwierigen Situation auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die seit Jahren engagiert für die Patientinnen und Patienten arbeiten. „Sie brauchen jetzt Verlässlichkeit, Klarheit und eine Perspektive.“

Die Klinik in bester Lage und naturnaher Umgebung auf dem Kalvarienberg verfügt über 150 Betten. Das Haus hat neben der Notaufnahme unter anderem folgende Fachabteilungen wie Innere Medizin, verschiedene chirurgische Disziplinen, Augenheilkunde und HNO. Insgesamt werden die Patientinnen und Patienten von rund 450 Mitarbeitern betreut und gepflegt, die mittlerweile von der Geschäftsleitung informiert wurden und von der Nachricht kurz vor Weihnachten schockiert sind. (boß)

Kommentare

  • Schickt noch mehr Milliarden zur Ukraine auf Kosten und Gesundheit der eigenen und lokalen Bevölkerung
    Einfach nur traurig

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