Bereits am Freitag tagt der „Föderationsrat“, das interne Parteiparlament. Dort wird das Duo offiziell seinen Rückzug einreichen. Im Anschluss dürften folgerichtig Neuwahlen angesetzt werden, um eine neue Führung zu bestimmen.
In den vergangenen Wochen war die Krise an der Parteispitze eskaliert, sodass sogar ein Mediator eingeschaltet wurde, um die beiden Co-Präsidenten wieder an einen Tisch zu bringen. Am Montag hatte Cogolati Lecocq eine gemeinsame Demission vorgeschlagen – kurz vor einer Sitzung des Politbüros, in der beide schließlich einräumten, ihre Aufgabe nicht mehr gemeinsam weiterführen zu können. Die konkreten Folgen blieben zunächst unklar, doch nun hat Lecocq öffentlich Stellung bezogen.
Die aktuelle Situation habe der Partei „genug geschadet“, sagte sie in dem Interview. Cogolatis Wunsch, die Funktion niederzulegen, bedaure sie, doch man habe das Mandat gemeinsam vor den Mitgliedern übernommen – daher sei es nur folgerichtig, nun gemeinsam zurückzutreten. Die Verantwortung für das Scheitern liege „offensichtlich bei beiden“, so Lecocq. Trotzdem bedauere sie das Ende der Zusammenarbeit und betonte: „Ich glaube, wir hätten noch viel erreichen können.“ (belga/rt)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren