Durch den Sieg im letzten Spiel des Jahres ziehen die Roten Teufel als Gruppensieger zum siebten Mal in Folge in die Endrunde eines großen Turniers ein. Auf welche Gegner die belgische Nationalmannschaft in der Vorrunde der erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragenen XXL-WM (11. Juni bis 19. Juli) trifft, entscheidet sich in gut zwei Wochen: Am 5. Dezember (18 Uhr MEZ) werden die verschiedenen Vierergruppen in Washington ausgelost.
Im Vergleich zum verpassten Quali-Matchball beim 1:1 am Samstag gegen Kasachstan baute Nationaltrainer Rudi Garcia seine Startelf auf fünf Positionen um: Im Tor debütierte Senne Lammens nach zuletzt starken Leistungen für Manchester United. Er erhielt damit den Vorzug gegenüber Matz Sels, zudem spielten Thomas Meunier, Brandon Mechele, Kapitän Youri Tielemans und Alexis Saelemaekers von Anfang an.
In Sclessin sorgte Hans Vanaken nach 2:30 Minuten für einen perfekten Start der in Rot gekleideten Teufel. Nach einer abgefälschten Hereingabe von Tielemans köpfte der Mittelfeldspieler von Club Brügge zum 1:0 ein. Nach dem frühen Führungstreffer spielte Belgien den Gegner weiter in der eigenen Hälfte fest – das Duell zwischen dem Tabellenführer und dem tor- und punktlosen Tabellenletzten wurde das erwartete Spiel in eine Richtung. Castagne kam in der 9. Minute zur nächsten Gelegenheit, kurz darauf verpasste Vanaken seinen zweiten Treffer knapp (11.). Einige Zuschauer saßen zu dem Zeitpunkt noch gar nicht auf ihren Plätzen, vor dem Stadion warteten viele noch darauf, in den Innenraum zu gelangen.

Auf dem Platz drängte Belgien auf das 2:0, De Ketelaere und Vanaken verpassten es nach starker Vorarbeit von Meunier in der 20. Minute. Mit drückender Überlegenheit und phasenweise mehr als 80 Prozent Ballbesitz erspielten sich die Teufel weitere Chancen, mussten aber bis zur 34. Minute auf den nächsten Treffer warten. Meunier bediente De Ketelaere, der mit Übersicht aus dem Strafraum in Richtung Elfmeterpunkt auf den frei stehenden Doku zurücklegte – der wiederum schob zu seinem vierten Tor in der laufenden WM-Qualifikation ein. In der 41. Minute legte der Man-City-Star das 3:0 nach: Nach einem Fehlpass von Liechtenstein ließ er einen Gegenspieler sehenswert ins Leere laufen und traf per Linksschuss zum Pausenstand. Zweifel an der belgischen WM-Teilnahme gab es nach den ersten 45 Minuten nicht mehr, gegen einen hoffnungslos unterlegenen Gegner war nur die Höhe des Erfolgs offen.

Kurz nach dem Wiederanpfiff erhöhte Brandon Mechele mit seinem ersten Treffer im Trikot der Nationalmannschaft auf 4:0 – zuvor war bereits Doku gescheitert, ehe ein Gästespieler den Ball an den Pfosten gelenkt hatte (48.). Für Belgien sollte es nur der nächste Akt eines Torfestivals sein: Saelemaekers (55.) und De Ketelaere (57. und 59.) legten die Treffer zum 5:0, 6:0 und 7:0 nach. Die Roten Teufel verwöhnten ihre Fans mit einer Gala – als Ex-Standard-Profi Axel Witsel nach einer Stunde in „seinem“ Lütticher Stadion eingewechselt wurde, kochte die Stimmung weiter hoch. Eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff feierte auch Diego Moreira – Enkel von Ex-AS-Profi Helmut Graf – sein Debüt für die Roten Teufel. Weitere Tore sollten in Lüttich nicht mehr fallen, es blieb beim 7:0. Die Roten Teufel fahren nach einer Gala gegen Liechtenstein zur WM 2026.
Namen & Fakten zum Spiel
Belgien: Lammens - Meunier, Mechele, Theate, Castagne - Tielemans (60. Witsel), Raskin, Vanaken (75. Moreira) - Saelemaekers (60. Trossard), De Ketelaere (60. Openda), Doku (71. Lukebakio)
Tore: 1:0 Vanaken (3.), 2:0 Doku (34.), 3:0 Doku (40.), 4:0 Mechele (53.), 5:0 Saelemaekers (55.), 6:0 De Ketelaere (57.), 7:0 De Ketelaere (59.)

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