Italien, Titelverteidiger und Gastgeber der Endrunde, hatte im vergangenen Jahr in Málaga bereits zum dritten Mal den Davis Cup gewonnen – angeführt vom derzeitigen Weltranglisten-Zweiten Jannik Sinner, der damals in Topform war. Für die diesjährige Ausgabe hat Sinner allerdings abgesagt, was ihm in Italien heftige Kritik einbrachte. Die Azzurri starten am Mittwoch gegen Österreich; der Sieger trifft im Halbfinale auf den Gewinner des Duells Belgien–Frankreich.
Die weiteren Viertelfinals lauten Spanien gegen Tschechien und Argentinien gegen Deutschland. Gespielt wird jeweils im Best-of-Three-Format: zwei Einzel, ein Doppel.
Belgien erstmals seit 2018 unter den letzten Acht
Für die Red Aces ist die Teilnahme an der Finalrunde ein Erfolg an sich. In der zweiten Qualifikationsrunde hatten sie im September völlig unerwartet Australien auswärts mit 3:2 geschlagen – ein Sieg, der international für Aufsehen sorgte. Es ist Belgiens erste Teilnahme an der Final 8 seit 2018, als in Nashville im Viertelfinale gegen die USA Schluss war. 2015 und 2017 stand Belgien sogar im Endspiel, musste sich jedoch Großbritannien bzw. Frankreich geschlagen geben.
Dieses Jahr trifft Belgien erneut auf Frankreich – und geht auf dem Papier als Außenseiter in die Partie. Doch das Team glaubt an seine Chance.
Die belgische Auswahl tritt mit Zizou Bergs (ATP 43), Raphaël Collignon (ATP 86), Alexander Blockx (ATP 116) sowie dem erfahrenen Doppel Sander Gillé/Joran Vliegen (ATP 49 und 66 im Doppel) an. Kapitän Steve Darcis zeigt sich optimistisch: „Unsere Teamgeists, diese X-Factor, ist unsere größte Stärke“, sagte er vergangene Woche.
Frankreich reist mit einer hochkarätigen Besetzung nach Bologna, darunter Arthur Rinderknech (ATP 29), Corentin Moutet (ATP 35), Giovanni Mpetshi Perricard (ATP 59), Benjamin Bonzi (ATP 96) und Doppel-Spezialist Pierre-Hugues Herbert (ATP 154 im Einzel, ATP 65 im Doppel). (belga/calü)

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