Belgien ordnet sein diplomatisches Netzwerk neu – acht Schließungen, fünf Neueröffnungen

<p>Außenminister Maxime Prévot setzt auf „fliegende Diplomaten“, die flexibel Standorte unterstützen sollen.</p>
Außenminister Maxime Prévot setzt auf „fliegende Diplomaten“, die flexibel Standorte unterstützen sollen. | Foto: belga

Alle Änderungen sollen in den Jahren 2026 und 2027 umgesetzt werden, wie das Kabinett des Ministers präzisiert. Ziel sei dabei nicht in erster Linie eine Einsparung, betont Prévot: Die Reform sei ein „strategischer Umbau“. Zwar würden die Schließungen Mittel freisetzen, diese sollten jedoch vollständig reinvestiert und zur Stärkung der übrigen Standorte eingesetzt werden.

Geschlossen werden die Botschaft in Havanna (Kuba), das Generalkonsulat in Rio de Janeiro (Brasilien), die Vertretung in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina), der Posten in Conakry (Guinea), die Botschaft in Bamako (Mali), das diplomatische Büro in Maputo (Mosambik), die Botschaft in Kuwait-Stadt sowie das Generalkonsulat in Guangzhou (China).

An den Beziehungen zu diesen Ländern ändere sich grundsätzlich nichts, betont Prévot. Belgien bleibe präsent, „aber in anderer Form“, und die Qualität der konsularischen Dienste für belgische Staatsbürger werde nicht beeinträchtigt.

Neu eingerichtet werden Botschaften in Tirana (Albanien), in Windhoek (Namibia), in Maskat (Oman) und in Taschkent (Usbekistan). Zudem wird Belgien in Addis Abeba einen Beobachter als Ständigen Vertreter bei der Afrikanischen Union entsenden und einen Botschafter für Syrien ernennen, der seinen Sitz in Beirut haben wird. (belga/rt)

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