Erstmals seit zehn Jahren liegt dieser Wert in Belgien über dem europäischen Durchschnitt von 11,7 Prozent. Dennoch steht das Land im Vergleich etwas besser da als Nachbarstaaten wie Frankreich (14,7 Prozent) oder Luxemburg (14,3 Prozent). Deutschland verzeichnet mit 7,6 Prozent einen deutlich geringeren Anteil, während die Niederlande mit 11,5 Prozent nur knapp unter Belgien liegen.
Auffällig ist zudem der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Die Reserve fällt bei Frauen mit 12,8 Prozent höher aus als bei Männern (11,6 Prozent). Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, obwohl sie tatsächlich mehr Stunden leisten möchten (4,8 gegenüber 2,6 Prozent). Männer wiederum sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen (6,6 gegenüber 5,3 Prozent).
Auch das Alter spielt eine wesentliche Rolle. Die Gruppe der 15- bis 24-Jährigen stellt mit 35,9 Prozent den größten Anteil der ungenutzten Arbeitskräfte dar, gefolgt von den 25- bis 54-Jährigen (10,1 Prozent) und den 55- bis 74-Jährigen (8,4 Prozent). Junge Menschen sind häufiger arbeitslos (15,5 Prozent), arbeiten öfter in Teilzeit, obwohl sie mehr arbeiten möchten (9,3 Prozent), und ein signifikanter Anteil ist zwar grundsätzlich verfügbar, sucht aber (noch) nicht aktiv nach einem Job (7,8 Prozent). Zudem gibt es Jugendliche, die zwar auf Stellensuche sind, aber nicht sofort zur Verfügung stehen – etwa weil sie ihre Ausbildung noch abschließen müssen (3,3 Prozent). (belga/rt)

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