Das geht aus den aktuellen Zahlen der sogenannten Eierpreis-Kommission in Kruisem (Provinz Ostflandern) hervor, die wöchentlich den Referenzpreis für ganz Belgien festlegt. Betroffen ist vor allem das braune Freilandei mit einem Gewicht von 62,5 Gramm, das als Standardgröße auf dem Markt gilt.
Zur Einordnung: Diese Summe entspricht dem Betrag, den Landwirte erhalten. Im Supermarkt zahlen Konsumenten naturgemäß deutlich mehr, da Transport, Verarbeitung und Handelsspannen dazukommen.
Vogelgrippe und starke Nachfrage belasten den Markt
Die Preise klettern, weil der Eiermarkt angespannt ist. Schon im Frühjahr war das Angebot knapp – und die Lage hat sich seitdem nicht entspannt, erklärt Wouter Wytynck vom flämischen Agrarverband „Boerenbond“.
„Eine neue Welle der Vogelgrippe in Deutschland, Spanien und den Niederlanden hat das Angebot zusätzlich verringert“, so Wytynck. Gleichzeitig wächst die Nachfrage stetig. „Eier sind und bleiben eine günstige Quelle hochwertiger Proteine“, sagt der Experte.
Zur allgemeinen Knappheit kommt jetzt auch noch die Saison: Die Nikolaus- und Weihnachtszeit steht vor der Tür – eine Phase, in der traditionell viele Eier und Eiprodukte für Backwaren, Desserts und Festgerichte gebraucht werden. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren