Die Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém könnte ein Symbol des Aufbruchs sein. Ein Treffen im Herzen des Amazonas, dort, wo die Lunge der Erde schlägt. Doch der Gipfel steht unter einem ungünstigen Stern. Dass ausgerechnet in direkter Nähe des Tagungsorts Urwald gerodet wurde, um Straßen und Unterkünfte für Tausende Delegierte zu schaffen, ist grotesk. Kaum ein Bild zeigt die Widersprüche globaler Klimapolitik deutlicher. Was als Ort der Rettung inszeniert wurde, entlarvt sich als Bühne der Heuchelei. Als indigene Gruppen gegen diese Zerstörung protestieren, bekommt das Schauspiel seine bittere Vollendung.
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