YouTuber Average Rob muss hohe Geldstrafe zahlen

<p>Flämische Medienaufsicht ahndet Average Rob.</p>
Flämische Medienaufsicht ahndet Average Rob. | Foto: belga

Der Content Creator hatte im Juni eine zweistündige Dokumentation über seine Teilnahme an der legendären „Marathon des Sables“ veröffentlicht – einem der härtesten Wüstenläufe der Welt. Das Video wurde seitdem mehr als 1,6 Millionen Mal auf YouTube angesehen und sorgte in der belgischen Online-Community für großes Aufsehen.

Nach Auffassung der Medienaufsicht machte Van Impe jedoch nicht ausreichend transparent, dass in dem Film gesponserte Markenprodukte gezeigt werden. Ein zentraler Fehler: Der Hinweis auf die kommerzielle Zusammenarbeit stand nicht am Anfang der Videobeschreibung, sondern erst nach einem Klick auf „Mehr anzeigen“. Laut VRM muss die Werbekennzeichnung jedoch sofort sichtbar sein, sobald das Video startet. Van Impe hat den Hinweis inzwischen korrigiert.

Dass der YouTuber nun eine Geldstrafe zahlen muss, liegt auch daran, dass es nicht sein erster Verstoß war. Bereits in den Jahren 2022 und 2023 hatte die Aufsichtsbehörde Verstöße festgestellt – damals beließ man es allerdings noch bei einer Verwarnung. Diesmal habe die VRM auch das große Publikum des Influencers berücksichtigt, heißt es in der Mitteilung.

Auch ein weiterer belgischer Influencer wurde am Mittwoch sanktioniert: Kenny Deuss, bekannt durch seinen Kanal On Adventure With Dad, muss 1.500 Euro zahlen. Ihm wird ebenfalls vorgeworfen, Werbung nicht deutlich genug gekennzeichnet zu haben.

Die Regulierungsbehörde nutzte den Fall, um ihr sogenanntes „Content Creator Protocol“ in Erinnerung zu rufen. Darin sind klare Regeln für Videos mit kommerziellen Inhalten festgelegt: Das Wort „Werbung“ oder „Anzeige“ muss bereits zu Beginn der Videobeschreibung erscheinen, das beworbene Markenprodukt oder die Dienstleistung ist dort zu verlinken, und zusätzlich muss die sogenannte „Disclosure-Funktion“ der jeweiligen Plattform – etwa auf YouTube – aktiviert werden. Wer diese Vorgaben missachtet, riskiert künftig empfindliche Strafen, insbesondere bei Formaten mit großer Reichweite. (belga/calü)

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