Zum Vergleich: In der Wallonie sind derzeit lediglich 97 Abschnittskontrollen in Betrieb, in der Region Brüssel-Haupstadt gerade einmal zwölf.
„In den vergangenen Jahren haben wir massiv in Abschnittskontrollen und in eine effizientere Umsetzung investiert“, erklärt Minister Quintin. Laut seinen Angaben verfügen die 285 flämischen Gemeinden inzwischen im Durchschnitt über vier fest installierte Kontrollpunkte.
Über die Wirksamkeit der Anlagen wollte der Minister sich allerdings nicht äußern.
Abschnittskontrollen messen die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem bestimmten Straßenabschnitt. Sie gelten als deutlich zuverlässiger als klassische Blitzer und sollen langfristig zur Senkung der Unfallzahlen beitragen.
Der Mobilitätsforscher Johan De Mol von der Universität Gent sieht darin grundsätzlich ein wertvolles Instrument für die Verkehrssicherheit – mahnt aber Verbesserungen an: „Abschnittskontrollen sind sinnvoll, wenn sie professionell installiert werden. Leider ist das nicht überall der Fall“, so De Mol gegenüber „Het Nieuwsblad“. „Oft beginnen die überwachten Strecken direkt nach einer Geschwindigkeitsreduzierung, etwa von 70 auf 50 km/h – das ist kontraproduktiv und wirkt wie eine Falle.“ (belga/calü)

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