Belgische Nachwuchsstars wechseln Nationalteam: Trio folgt dem Ruf des Kongo

<p>Matthieu Epolo, Mario Stroeykens und Michel-Ange Balikwisha (v.l.n.r.) kehren den Roten Teufeln den Rücken zu.</p>
Matthieu Epolo, Mario Stroeykens und Michel-Ange Balikwisha (v.l.n.r.) kehren den Roten Teufeln den Rücken zu. | Fotos: Photo News & Collage: GrenzEcho

Alle drei Spieler wurden in Belgien geboren und durchliefen die Jugendnationalmannschaften des belgischen Fußballverbands (RBFA) – inklusive der U21-Auswahl. Doch zu einem Einsatz für die A-Nationalmannschaft, die Roten Teufel, kam es bisher nicht. Und dieser scheint auch nicht mehr in Reichweite zu sein.

„Die Berufung in den Kongo-Kader deutet klar darauf hin, dass sie sich nun für das Land ihrer Wurzeln entscheiden“, schreibt unter anderem die Zeitung „Het Laatste Nieuws“. Nationaltrainer Sébastien Desabre hat Stroeykens, Balikwisha und Epolo für das WM-Qualifikations-Play-off am 13. November gegen Kamerun, das vom Belgier Marc Brys gecoacht wird, nominiert – eine Partie mit enormer Bedeutung. Denn eine Niederlage würde das Ende der kongolesischen WM-Hoffnungen bedeuten.

Sollten die drei in dieser Begegnung auch nur eine Minute auf dem Platz stehen, wäre ihre Entscheidung endgültig – sie dürften künftig nicht mehr für Belgien spielen.

Neben Stroeykens, Balikwisha und Epolo finden sich auch mehrere bekannte Namen im Kader der kongolesischen Nationalmannschaft. So wurden unter anderem Joris Kayembe (KRC Genk) und Chancel Mbemba (Ex-Anderlecht) berufen. Auch Rocky Bushiri, der für die AS Eupen spielte und später Stationen bei KV Mechelen und STVV hatte, gehört zum Aufgebot. Ebenfalls nominiert ist Edo Kayembe, der ebenfalls einige Zeit das Trikot der „Pandas“ trug, bevor er nach England wechselte. Dazu kommen Noah Sadiki (Ex-Union), Ngal’ayel Mukau (Ex-Mechelen) sowie Théo Bongonda, der früher bei Zulte Waregem und KRC Genk gespielt hat.

Das Thema sorgt in Belgien erneut für Diskussionen. Bereits Anfang des Jahres hatten die Talente Kos Karetsas und Chemsdine Talbi für Aufsehen gesorgt, als sie sich gegen Belgien und stattdessen für Griechenland bzw. Marokko entschieden. Auch sie sind in Belgien geboren worden und hatten sämtliche Jugendmannschaften durchlaufen. Trotz intensiver Bemühungen von Sportdirektor Vincent Mannaert, sie für die Roten Teufel zu gewinnen, entschieden sie sich letztlich für ihre Herkunftsländer. (calü)

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