Das aktuelle „Leistungs“barometer von FedNot hält vor allem auch einen markanten und mehr noch besorgniserregenden Rückgang fest - beim Anteil neuer Appartements, die der Markt derzeit offenbar einfach nicht hergibt. In Zahlen: In den bisherigen neun Monaten des Jahres machte der Verkauf neuer Appartements nur noch 9,6 Prozent am Gesamtmarkt aus, gegenüber 11,1 Prozent im Vorjahr und gar 20,2 Prozent in 2021. Also faktisch eine Halbierung in knapp fünf Jahren.
Eine Situation, die sich mit Blick auf das schrumpfende Angebot zwangsläufig auf den Preis niederschlägt. Mit einer bisherigen Preissteigerung von fünf Prozent auf 356.193 € im Schnitt für eine neue Wohnung mit zwei Zimmern (im Vergleich zum Vorjahr). Dagegen ist so genannte Bestandsware weiter deutlich günstiger - mit einem Mittelwert von 267.434 €.
Übrigens… Bei der Bereitstellung neuer Appartements respektive der Errichtung von Residenzen hat Flandern mit drei Vierteln des Marktes die Nase klar vorn gegenüber der Wallonie (23 Prozent) und Brüssel (2 Prozent).
Vor diesem Hintergrund kommen sich die Verantwortlichen der Fachverbände Bouwunie und Embuild wie die Rufer in der Wüste vor. Denn mit Blick auf die demografische Entwicklung benötigt Belgien in den nächsten fünf Jahren immerhin 75.000 neue Wohnungen. Dem steht aktuell ein prognostizierter Rückgang bei Neuware von dreieinhalb Prozent für das laufende Jahr gegenüber.
Da ist es zumindest ermutigend, dass zunehmend jüngere Käufer den Weg auf den Markt finden. Mit „Quoten“, die sich stabil bei 38 Jahren für den Kauf eines Hauses und bei 43 Jahren für den Erwerb eines Appartements eingependelt haben. Interessenten zwischen 18 und 35 Jahren stellen zudem nach wie vor 49 Prozent der Käufer eines Hauses in der Wallonie. Wogegen weiterhin „nur“ 38 Prozent in dieser Altersgruppe am Erwerb eines Appartements interessiert sind.

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