Die Eupenerin war laut Angaben der Beamten im Internet auf einen Artikel gestoßen, in dem eine vermeintlich lukrative Anlagestrategie angepriesen wurde. Nachdem sie auf den eingebetteten Link klickte, erhielt sie kurze Zeit später einen Anruf. Eine Frau gab sich als Beraterin aus und erklärte, dass zunächst ein Konto eröffnet werden müsse. Anschließend meldete sich ein angeblicher Finanzexperte, der schließlich auch die Kreditkartendaten der Frau erbat.
Am Abend wurde die Eupenerin von ihrer Bank gewarnt: Sie war auf Betrüger hereingefallen. Der finanzielle Schaden beläuft sich auf einen dreistelligen Betrag.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die große Gefahr solcher Anlagebetrugsmaschen hin. Allein in der ersten Jahreshälfte 2025 entstand in Belgien durch ähnliche Delikte ein Schaden von fast 15 Millionen Euro. Besonders perfide sind die sogenannten „Recovery Rooms“. Dabei geben sich dieselben Täter später als vermeintliche Helfer aus, die versprechen, das verlorene Geld zurückzuholen – allerdings nur gegen eine weitere Zahlung.
Die Plattform SafeOnWeb informiert regelmäßig über aktuelle Betrugsvarianten und gibt Tipps, wie man sich schützen kann. Die Beamten der Polizeizone Weser-Göhl raten dringend: Wer auf einen Betrug hereingefallen ist, sollte sofort jeglichen Kontakt zu den Tätern abbrechen, keine weiteren Überweisungen tätigen, die eigene Bank kontaktieren, um Konten zu blockieren, und den Vorfall umgehend bei der Polizei melden. (red/calü)

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