Zwischen 2010 und 2021 erwirtschaftete Brüssel im Schnitt einen Handelsüberschuss von 28,6 Milliarden Euro pro Jahr, vor allem dank seines starken Dienstleistungs- und Finanzsektors. „Brüssel macht Belgien reich“, betont Studienautorin Jana Jonckheere.
Doch ein großer Teil dieses Wohlstands fließt ab – über Pendlerlöhne, Steuern und Sozialbeiträge – in die anderen Landesteile. Laut der Nationalbank verliert Brüssel rund ein Drittel seines Bruttoinlandsprodukts an Flandern und die Wallonie. Während Flandern und Brüssel positiv zur Tragfähigkeit der belgischen Wirtschaft beitragen, bleibt die Wallonische Region auf interregionale Solidarität angewiesen. Der südliche Landesteil weist laut Studie ein strukturelles Defizit von jährlich rund 4,2 Milliarden Euro auf. Insgesamt fließen pro Jahr etwa 7,3 Milliarden Euro an Ausgleichszahlungen in Richtung Süden des Landes. Der Teilstaat Flandern steuert netto 4,2 Milliarden Euro bei, Brüssel erzielt trotz Abflüssen weiterhin einen positiven Saldo von 3,1 Milliarden Euro. (belga/gz)

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