Forscher des Instituts stellten eine hauchdünne Schicht aus Strontiumtitanat her, die bei extrem niedrigen Temperaturen außergewöhnliche elektro-optische Eigenschaften zeigt – und dabei nur geringe Verluste verursacht. Ihre Ergebnisse wurden im Fachmagazin „Science“ veröffentlicht.
Das Video zeigt die Eindrücke des Besuchs des damaligen Premierministers Alexander De Croo und seines spanischen Amtskollegen Pedro Sánchez im Forschungszentrum Imec im Oktober 2024
Imec gilt als eine der weltweit führenden Forschungseinrichtungen im Bereich der Nano- und Digitaltechnologien. Das Institut arbeitet eng mit Universitäten, Industrie und Start-ups zusammen und hat unter anderem in der Mikrochip- und Halbleiterentwicklung international Maßstäbe gesetzt. Die jetzt präsentierte Entdeckung ist für die Quantenforschung besonders bedeutsam: Quantencomputer arbeiten bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt (-269 Grad Celsius). In dieser Kälte versagen die meisten Materialien bei der Lichtsteuerung – ein entscheidender Prozess, um Informationen zu codieren und weiterzuleiten. Die von Imec entwickelte dünne Schicht zeigt jedoch das Gegenteil: Sie funktioniert unter diesen Bedingungen besser als bei Raumtemperatur. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, elektro-optische Schaltungen für Quantencomputer deutlich effizienter zu gestalten. Gemeinsam mit Partnern der Katholischen Universität Löwen (KUL) und der Universität Gent könnte Imec damit einen wichtigen Baustein für die nächste Generation von Hochleistungsrechnern geliefert haben. (belga/sc)

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