Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, wie viele Viruspartikel infizierte Personen tatsächlich ausscheiden und wie sie eine Immunität aufbauen. Auch der Unterschied zwischen sogenannten Superspreadern und Personen, die das Virus kaum weitergeben, soll beleuchtet werden. Besonderes Augenmerk legten die Forschenden auf die Rolle der Schleimhäute in den Atemwegen. „Dieses Wissen ist entscheidend, um bei einem möglichen Ausbruch schnell reagieren zu können – insbesondere, wenn sich daraus eine Pandemie entwickeln könnte“, betonten die beteiligten Partner.
„Alle 24 Teilnehmenden, die an der Studie begonnen haben, haben sie auch beendet“, erklärte Professor Pierre Van Damme von der Universität Antwerpen. „20 Personen entwickelten eine milde Infektion – nicht alle zeigten Symptome. Einige litten vorübergehend unter Muskel- und Kopfschmerzen, die jedoch nach wenigen Tagen wieder verschwanden.“
Von jedem Teilnehmer wurden während des Aufenthalts zahlreiche Speichel- und Blutproben entnommen. Insgesamt kamen so rund 3.900 Proben zusammen, die nun von Forschenden aus Antwerpen, Löwen, Rom und Kopenhagen analysiert werden. Die Auswertung soll Aufschluss darüber geben, wie stark infizierte Menschen Viren ausscheiden und welche Prozesse zur Bildung von Immunität führen. (belga/gz)

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