„Der belgische Luftraum reicht nicht aus, um alle Trainingsmissionen abzuwickeln“, räumte Francken ein. Das Problem bestehe nicht erst mit den neuen F-35, sondern schon jetzt mit den F-16, die ebenfalls mehr Platz benötigen, als in Belgien zur Verfügung steht.
Ein Teil des Trainings könnte künftig ins Ausland verlagert werden – ergänzt durch den verstärkten Einsatz von Flugsimulatoren. Das würde zugleich die Anwohner der belgischen Luftwaffenstützpunkte entlasten. Denn die neuen Kampfjets gelten als deutlich lauter als ihre Vorgängermodelle. Besonders in Florennes in der Provinz Namur, wo die ersten Maschinen stationiert sind, sorgt die Lärmbelastung für Diskussionen. Der Kammerabgeordnete und Bürgermeister von Florennes, Stéphane Lassaux (Les Engagés), mahnte deshalb zur Vorsicht: „Wir müssen wachsam bleiben, um das gute Verhältnis zur Bevölkerung zu bewahren.“
Erst vergangene Woche sind die ersten F-35 in Belgien eingetroffen. Von den erwarteten vier Maschinen landeten allerdings nur drei. Ein Jet blieb wegen eines technischen Defekts auf den Azoren stehen. Details zu dem Vorfall wollte der Minister nicht nennen. „Es handelt sich um ein isoliertes Problem bei einem brandneuen Flugzeug“, betonte Francken. Bei den vorherigen Tests sei der Defekt nicht festgestellt worden. (belga/calü)

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