Eisenbahner schließen sich Streikaufruf an

<p>Eisenbahner schließen sich Streikaufruf an</p>
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Die drei großen Gewerkschaftsbünde FGTB, CSC und CGSLB hatten am Dienstag zu drei Tagen nationaler Streiks aufgerufen. Mit dieser Aktion wollen sie ein deutliches Signal an die Föderalregierung senden, um – wie sie es formulieren – „den sozialen Abbau zu stoppen“ und eine Kursänderung in der Sozial- und Wirtschaftspolitik zu erzwingen. Geplant ist, dass am 24. November der öffentliche Verkehr ruht, am 25. November sämtliche öffentlichen Dienste des Landes bestreikt werden und am 26. November schließlich ein interprofessioneller landesweiter Streik stattfindet.

Der Bahnsektor wird während der gesamten drei Tage stillstehen. „Am ersten Tag handelt es sich um unsere eigene Aktion“, erklärte der nationale Sekretär von ACOD Spoor, Nicky Masscheleyn. „Aber wir haben heute das Mandat erhalten, auch die anderen Streiktage zu unterstützen.“ Die drei großen Eisenbahnergewerkschaften rufen daher ihre Mitglieder auf, die Arbeit während der gesamten Dauer der Aktionen niederzulegen.

Laut sozialistischer Gewerkschaft seien die Eisenbahner besonders stark von den Sparmaßnahmen der Föderalregierung betroffen. Sie kritisiert unter anderem die geplante Pensionsreform, die Anhebung des Renteneintrittsalters, den Rückgang von statutarischen Anstellungen zugunsten vertraglicher Beschäftigungen sowie die geplanten Einsparungen von 675 Millionen Euro im Eisenbahnsektor. Wie Masscheleyn mitteilte, könnten weitere Aktionen folgen. Am 29. Oktober wollen sich die Bahngewerkschaften treffen, um über einen gemeinsamen Aktionsplan zu beraten. Dabei sei auch denkbar, dass die kleineren Verbände SACT und SIC den Aufruf zur dreitägigen Streikaktion unterstützen. Weitere Schritte würden allerdings erst nach dem November-Streik folgen.

Während der Arbeitsniederlegung soll erneut ein eingeschränkter, freiwilliger Alternativdienst eingerichtet werden. (belga/svm)

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