„40 Minuten lang waren wir ebenbürtig mit Inter“, analysierte der 37-Jährige nach der Partie im ausverkauften Anderlechter Lotto Park. „Aber kurz vor der Pause kassieren wir zwei Gegentore. Das erste fiel nach einer Ecke – eigentlich eine unserer Stärken. Das zweite ärgert mich mehr, weil wir es unbedingt hätten verhindern müssen. „Zweimal hatten wir die Möglichkeit, die Aktion mit einem kleinen Foul zu unterbinden.“
Für Hubert zeigt die Niederlage vor allem eines: den Unterschied zwischen Europa League und Königsklasse. „Die Champions League ist Neuland für diesen Verein. Hier werden Details noch entscheidender – und genau diese haben heute das Ergebnis bestimmt. Aber wir sind nicht hier, um nur mitzuspielen. Wir wollen konkurrenzfähig sein. Wir wissen, was uns gefehlt hat, und daraus werden wir lernen.“
Union begann mutig und hatte im ersten Viertelstunde sogar die besseren Chancen. „Wir haben unseren Matchplan perfekt umgesetzt. Aber wenn man solche Möglichkeiten herausspielt, muss man sie auch nutzen. Das ist die wichtigste Lehre aus diesem Spiel.“

Auch Inter-Trainer Cristian Chivu räumte ein, dass seine Mannschaft in der Anfangsphase ins Wanken geraten war: „Wir wussten, dass Union aggressiv beginnen würde. Es ist fast ein Wunder, dass wir die erste Viertelstunde ohne Gegentor überstanden haben. Danach konnten wir unser Tempo diktieren. Die zwei Tore vor der Pause haben uns natürlich geholfen, aber es war kein Spaziergang. In der Champions League gibt es keine einfachen Spiele, schon gar nicht auswärts.“
Inter Mailand führt gemeinsam mit Paris und Arsenal nach drei Spieltagen die Liga mit der maximalen Ausbeute von neun Punkten an. „Darüber bin ich sehr zufrieden“, so Chivu, „aber wir bleiben mit beiden Füßen am Boden. Im Fußball kann sich alles sehr schnell ändern.“ (calü)

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