Mit dieser Entscheidung kann die Straßenbauverwaltung der Wallonischen Region (SPW) nun den nächsten Schritt in der konkreten Umsetzung des Projekts vorbereiten.
Das umfangreiche, 99 Seiten starke Genehmigungsdokument fasst sämtliche Verfahrensschritte zusammen – von den Argumenten des Antragstellers über die Stellungnahmen der konsultierten Behörden bis hin zu den Einwänden und Anmerkungen der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der öffentlichen Anhörung. Auch eine eingereichte Beschwerde wurde geprüft, letztlich aber abgelehnt. Insgesamt bestätigt die Genehmigung die vom SPW vorgeschlagene Trassenführung und Ausgestaltung, mit Ausnahme einiger technischer Anpassungen wie der Erhöhung von Ufermauern.
Radweg entlang der Weser soll Lüttich und Aachen verbinden
Die geplante „Vesdrienne“ verläuft über weite Strecken entlang der Weser und wird die Stadtteile und Gemeinden zwischen Verviers und Dolhain auf einer attraktiven, sicheren und landschaftlich reizvollen Route verbinden. Der Streckenverlauf führt ab Verviers über den Quai de la Vesdre, die Rue Jules Cerexhe, den Quai Jacques Brel und die Promenade des Récollets, entlang der Plaine Lentz und des Parc Marie-Henriette, bis zur Regionalstraße N 61. Von dort führt die Route über die Rue de Limbourg bis nach Surdents, quert die Nasproué-Brücke in Richtung des Interbéton-Geländes und verläuft anschließend weiter entlang der Vesdre bis zum Eisenbahnviadukt von Dolhain. Im letzten Abschnitt wird eine Anpassung des Flusslaufs erforderlich sein.
Gerade die Nähe zur Weser und zu bewohnten Gebieten hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt, ruft die Tageszeitung „Le Jour Verviers“ in Erinnerung. Dennoch konnte das Projekt nach sorgfältiger Prüfung und Berücksichtigung zahlreicher technischer, ökologischer und sicherheitsrelevanter Aspekte nun genehmigt werden.
„Wir sind dabei, die Unterlagen für die Ausschreibung der öffentlichen Aufträge fertigzustellen“, erklärte Philippe Elsen, Direktor des SPW in Verviers, gegenüber der Zeitung. Die Umsetzung wird in mehreren Phasen und Abschnitten erfolgen und sich über zwei bis drei Jahre erstrecken. Die konkrete Planung hängt dabei auch von den verfügbaren finanziellen Mitteln der Wallonischen Region ab. Mit der nun vorliegenden Genehmigung kann das SPW jedoch unmittelbar die nächsten Schritte einleiten und die Ausschreibungen vorbereiten.
Die Erteilung der Genehmigung markiert somit nicht nur den Beginn der konkreten Umsetzung, sondern auch einen symbolischen Fortschritt hin zu einer zukunftsorientierten, umweltfreundlichen Mobilitätskultur in der Region Verviers. Nach ihrer Fertigstellung soll „La Vesdrienne“ Lüttich durch das Wesertal mit Eupen und Aachen verbinden. (red/arco)

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