Die Entscheidung zum Streik folgt auf die Großdemonstration der vergangenen Woche, an der laut Schätzungen zwischen 80.000 und 140.000 Menschen in Brüssel teilgenommen hatten. Sie protestierten gegen Sparmaßnahmen und geplante Reformen, die aus Sicht der Gewerkschaften den Sozialstaat aushöhlen. Mit dem sogenannten „November-Aufruf“ fordern die Gewerkschaften die Regierung auf, ihre Pläne zu überdenken, bevor sie im Parlament verabschiedet werden. „Diese Maßnahmen sind noch nicht endgültig beschlossen. Es ist also noch Zeit, sie zu korrigieren“, heißt es.
Neben einem Kurswechsel in der Sozialpolitik verlangen die Gewerkschaften auch Änderungen im Steuersystem. Sie fordern mehr Steuerfairness durch eine Abgabe auf große Vermögen, eine Digitalsteuer für Technologiekonzerne und eine Überprüfung milliardenschwerer Unternehmenssubventionen. Zudem solle sichergestellt werden, dass auf jedes Einkommen Sozialbeiträge gezahlt werden. (belga/svm)

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