Feinste Zupfkunst im Eupener Kolpinghaus

<p>Das Kgl. Mandolinenorchester Eupen hat am Samstag bei seinem Jahreskonzert die große Bandbreite der Zupfmusik gezeigt.</p>
Das Kgl. Mandolinenorchester Eupen hat am Samstag bei seinem Jahreskonzert die große Bandbreite der Zupfmusik gezeigt. | Foto: Edgar Hungs

Das Orchester, das vor zwei Jahren sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hat, besteht aus Mandolinen, Mandolas und Gitarren. Während das Sinfonieorchester auf ein breiteres Spektrum an Instrumenten und damit an Klangfarben zurückgreifen kann, bietet die Zupfmusik einen anderen Zugang zur Musik. Viele Zuhörer wissen diese besonderen Tonfarben zu schätzen, sodass das herbstlich dekorierte Kolpinghaus gut gefüllt war.

Die Musiker unter Leitung von William Trips hatten ein abwechslungsreiches Repertoire aus verschiedenen Epochen vorbereitet. Dieses reichte mit „I Folkton“ vom schwedischen Komponisten Olaf Näslund bis zu „The Tears of Stella“ von dem griechischen Komponisten Timotheos Arvanitakis. Beide Werke sind ein Beispiel für das Variantenreichtum der Zupfmusik: Während „I Folkton“ von schwedischer Volksmusik inspiriert ist, dabei aber modern und frisch wirkt, ist „The tears of Stella“ ein jüngere, melancholisch-emotionale Komposition.

Im Frühjahr hatte das Mandolinenorchester an der Einstufung teilgenommen und war von der Jury mit 93 Prozent in der Höchststufe und dem Prädikat „mit besonderer künstlerischer Auszeichnung“ bedacht worden. Auch die bei diesem Anlass vorgetragenen Werke, die „Simple Suite“ von Nicolau und „Symphonia G-Dur“ von Monn, wurden am Samstag präsentiert. Nach dem Jahreskonzert wird das Orchester sich in den nächsten Wochen eher weihnachtlichen Klängen zuwenden, die bei einem Konzert im Rahmen der Konzertreihe „Weihnachten in der Stadt“ am 7. Dezember sowie im Marienheim Raeren am Samstag, 13. Dezember, vorgetragen werden. Schon am Sonntag, 25. Oktober gestaltet das Eupener Mandolinenorchester um 10.30 Uhr die Messe in Hombourg mit einigen ausgewählten Werken. (red)

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