Ministerin Van Bossuyt will Asylbewerber nicht länger in Hotels unterbringen

<p>Anneleen Van Bossuyt</p>
Anneleen Van Bossuyt | Foto: Photo News

Nach Angaben der Ministerin sei die Zahl der Asylbewerber dank der neuen Migrationspolitik deutlich gesunken. Vor allem in den traditionell starken Monaten sei ein Rückgang festzustellen: minus 21 Prozent im September und – laut aktueller Prognose – minus 38 Prozent im Oktober. Damit werde die Zahl der Asylanträge 2025 unter den 40.000 des Vorjahres liegen. Zu Beginn des Jahres war noch mit bis zu 50.000 Anträgen gerechnet worden, falls das alte System unverändert geblieben wäre.

Derzeit sind noch rund 380 Menschen in belgischen Hotels untergebracht. Ein genaues Datum für die vollständige Beendigung nannte Van Bossuyt nicht, sie wolle dies jedoch „so schnell wie möglich“ umsetzen. In einem zweiten Schritt sollen lokale Unterbringungsinitiativen geschlossen werden, anschließend die kollektiven Zentren.

Die Ministerin betonte, dass die Hotelunterbringung eine Notmaßnahme der Vorgängerregierung gewesen sei, da das reguläre Aufnahmesystem überlastet war. „Ich halte mein Versprechen und schließe dieses Kapitel ab. Heute ist das nicht mehr zu rechtfertigen“, so Van Bossuyt. Hotelzimmer erweckten „das falsche Bild in der Bevölkerung“ und hätten zudem „eine Sogwirkung auf Asylbewerber“. (belga/calü)

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