[Video] Nach Ausschreitungen in Brüssel: Minister Francken fordert härteres Vorgehen

Am Dienstagmittag war es am Pacheco-Gebäude in Brüssel zu Zusammenstößen zwischen Vermummten und der Polizei gekommen. Demonstranten bewarfen das Gebäude der Ausländerbehörde mit Farbbeuteln, Feuerwerkskörpern und anderen Projektilen. Dabei gingen 44 Fensterscheiben zu Bruch.

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„Es ist immer dasselbe in diesem Land. Die Polizei muss die FN303 einsetzen – so wie das LAPD in Los Angeles. Produziert wird diese Waffe übrigens in Lüttich, bei FN Herstal. Eigenes Fabrikat!“, erklärte Francken.

Die FN303 gilt als sogenanntes „less lethal“-Waffensystem, also als „nicht tödliche“ Alternative zu scharfer Munition. Der Waffenhersteller Fabrique National (FN) mit Sitz in Herstal in der Provinz Lüttich hatte erst vergangene Woche eine neue Version in den USA vorgestellt. In Belgien wird das System bisher nur in Ausnahmefällen verwendet.

Doch der Ruf nach Gummigeschossen ist nicht unumstritten: Amnesty International warnte bereits mehrfach vor den massiven Risiken solcher Waffen. Weltweit habe ihr Einsatz nicht nur zu Dutzenden Todesfällen geführt, sondern auch zu einer besorgniserregenden Zahl schwerer Verletzungen. Dazu zählen Augenverletzungen bis hin zum vollständigen Verlust des Sehvermögens, Knochen- und Schädelbrüche, Hirntraumata sowie innere Verletzungen. Manche Opfer starben sogar an durchbohrten Herzen oder Lungen infolge gebrochener Rippen. (belga/calü)

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