Laut der Erhebung unterstützen 68 Prozent der Befragten den Tourismus an der Küste, 23 Prozent nehmen eine neutrale Haltung ein. Als wichtigste Vorteile nennen sie das breite Kulturangebot, die zahlreichen Aktivitäten in den Badeorten und die positiven wirtschaftlichen Effekte. „Diese Untersuchung ist entscheidend, um systematisch zu verstehen, wie die Bewohner den Tourismus erleben“, erklärte Jurgen Vanlerberghe von Westtoer gegenüber der Nachrichtenagentur Belga. „Die Ergebnisse liefern uns wertvolle Erkenntnisse, um das Küstentourismusmodell künftig nachhaltig weiterzuentwickeln.“
Trotz der insgesamt positiven Einstellung äußern viele Einwohner auch Bedenken. Fast die Hälfte geht davon aus, dass die negativen Folgen des Tourismus zunehmen werden. Besonders häufig genannt werden Probleme mit Abfall: 86 Prozent der Befragten betrachten herumliegendes Müllaufkommen als großes Ärgernis. Auch Verkehrsstaus und Lärmbelastung gehören zu den am häufigsten genannten Störfaktoren.
Westtoer und Tourismus Flandern wollen die Ergebnisse nutzen, um politische und planerische Maßnahmen stärker auf die Lebensqualität der Küstengemeinden abzustimmen. „Es ist wichtig, dass der Tourismus an der Küste für alle lebenswert bleibt“, betonte die regionale Tourismusministerin Melissa Depraetere (Vooruit) im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag. „Dabei müssen wir die Erkenntnisse dieser Studie ernst nehmen. Es läuft bereits vieles gut, aber es gibt auch Handlungsbedarf. Gemeinsam mit Westtoer und den Küstengemeinden werden wir daran weiterarbeiten", so Depraetere. (belga/svm)

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