Hintergrund ist ein tragischer Brand im Mai dieses Jahres, bei dem ein Feuerwehrmann ums Leben kam und ein weiterer schwer verletzt wurde. Mitarbeitende der Anstalt und Feuerwehrleute der Rettungszone Lüttich 2 fordern seitdem verbindliche Maßnahmen, um ähnliche Unglücke künftig zu verhindern.
„Die Verwaltung muss Verantwortung übernehmen und Sicherheitsverfahren ausarbeiten, damit so etwas nie wieder geschieht“, erklärte Eric Manise, Gewerkschaftsdelegierter der CSC Services Publics. Die anwesenden Gewerkschaften kritisierten zudem den Personalmangel und das daraus resultierende Unsicherheitsgefühl, das zu erhöhtem Krankenstand im Gefängnis führe.
Nach dem Brand wurden innerhalb der Haftanstalt und der Rettungszone Ausschüsse für Prävention und Schutz eingerichtet. Doch die lokalen Behörden verfügen nach Angaben der Gewerkschaften nicht über die nötigen finanziellen Mittel, um auf die Forderungen des Personals und der Feuerwehr einzugehen.
„Die Behörden sagen uns, sie hätten keine Mittel. Deshalb wollen wir jetzt auf einer höheren Ebene – nämlich auf föderaler Ebene – ansetzen. Dort muss gehandelt werden“, betonte Julie Happaerts, ständige Sekretärin der CSC Services Publics.
Die föderale Ministerin für öffentliche Verwaltung und Modernisierung, Vanessa Matz, hat einen Sonderhaushalt für die Gebäudeverwaltung bereitgestellt, zu der auch die Haftanstalt Lantin gehört. „Wir prüfen derzeit, wie dieses Budget sinnvoll eingesetzt werden kann“, so Happaerts weiter. Die Gewerkschaftsaktion vor der Haftanstalt dauerte den ganzen Freitag über an. (belga/jj)

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