NATO startet nukleare Übung „Steadfast Noon“ – Belgien beteiligt

<p>Ein F-16-Kampfjet hebt im Rahmen von „Steadfast Noon“ vom Militärgelände Kleine-Brogel ab.</p>
Ein F-16-Kampfjet hebt im Rahmen von „Steadfast Noon“ vom Militärgelände Kleine-Brogel ab. | Foto: afp

NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte in einer Videobotschaft, Ziel der Übung sei es, die nukleare Abschreckung des Bündnisses „so glaubwürdig, sicher, zuverlässig und effektiv wie möglich“ zu halten. Organisiert wird das Manöver in diesem Jahr von den Niederlanden. Neben der Basis Volkel werden auch Stützpunkte in Belgien, Dänemark und Großbritannien sowie der Luftraum über der Nordsee einbezogen.

F-35 mit „Übungsbomben“

Während des Manövers werden niederländische und US-amerikanische F-35-Kampfjets mit Attrappen von Atombomben ausgestattet und auf simulierte Ziele angesetzt. Begleitet werden sie von Jagdflugzeugen, Radar- und Tankflugzeugen anderer Partnerstaaten, die für Schutz, Aufklärung, Betankung und elektronische Kriegsführung sorgen. Über das genaue Szenario schweigt die NATO – aus Sicherheitsgründen.

Jim Stokes, verantwortlich für das Nuklearprogramm des Bündnisses, betonte: „Die Übung ist Routine. Sie richtet sich gegen kein bestimmtes Land und steht in keinem Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen.“

Mehr Offenheit nach Jahren der Geheimhaltung

Noch vor wenigen Jahren hielt die NATO „Steadfast Noon“ weitgehend unter Verschluss. Bis 2020 war nicht einmal der Name der Übung öffentlich bekannt. Heute setzt das Bündnis bewusst auf mehr Transparenz, um zu unterstreichen, dass es sich um eine defensive und nicht offensive Maßnahme handelt.

Auch die USA sind wie in den Vorjahren maßgeblich beteiligt. Befürchtungen, Washington könnte seine Präsenz in Europa reduzieren, haben sich bislang nicht bestätigt. Die nukleare Abschreckung der NATO bleibt in erster Linie amerikanisch geprägt – daran will auch Präsident Donald Trump nach Angaben aus Bündniskreisen nicht rütteln. (belga/calü)

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