Das teilte die föderale Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Es handelt sich um junge Männer, geboren 2001, 2002 und 2007. Bei den Durchsuchungen wurde ein Gerät gefunden, das starke Ähnlichkeiten mit einem improvisierten Sprengsatz aufweist, ebenso ein Beutel mit Stahlkügelchen und ein 3D-Drucker. Wahrscheinlich war es die Absicht, eine Drohne zu bauen, an der eine Ladung angebracht werden sollte.
Nach Angaben einiger Medien soll Premierminister Bart De Wever (N-VA) Ziel des Anschlags gewesen sein, doch die föderale Staatsanwaltschaft gab zumindest vorerst keinen Kommentar dazu ab. „Dieses gerichtliche Einschreiten ist Teil einer Untersuchung wegen unter anderem versuchten terroristischen Mordes und Teilnahme an den Aktivitäten einer terroristischen Gruppe“, erklärte die Föderalprokuratorin Ann Fransen. „Es gibt Hinweise darauf, dass die Absicht bestand, einen dschihadistisch inspirierten Anschlag zu verüben, der sich gegen Politiker richten sollte. Bei der Hausdurchsuchung bei einem der Verdächtigen wurde ein improvisiertes Gerät gefunden, das starke Ähnlichkeiten mit einem IED, einem ‚improvised explosive device‘, aufweist, das jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einsatzbereit war. Außerdem wurde ein Beutel mit Stahlkügelchen gefunden.“
Bei einem zweiten Verdächtigen stießen die Ermittler auf einen 3D-Drucker, der vermutlich verwendet wurde oder werden sollte, um Teile für den Anschlag herzustellen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass es die Absicht war, eine Drohne zu bauen, an der eine Sprengladung befestigt werden sollte. Einer der drei festgenommenen jungen Männer ist inzwischen bereits freigelassen worden, die beiden anderen werden von der föderalen Polizei Antwerpen vernommen und sollen morgen dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. (belga/sc)

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