Praktizierende Ärzte mit entzogener Zulassung: Keine Fälle in Ostbelgien bekannt

<p>„Uns ist kein Fall von einem Arzt bekannt, der in Ostbelgien praktiziert oder praktiziert hat und der in anderen Ländern nicht zugelassen ist oder war“, so Lydia Klinkenberg.</p>
„Uns ist kein Fall von einem Arzt bekannt, der in Ostbelgien praktiziert oder praktiziert hat und der in anderen Ländern nicht zugelassen ist oder war“, so Lydia Klinkenberg. | Illustrationsfoto: Monika Skolimowska/dpa

Grund dafür sei eine unzureichende Nutzung des europäischen Informationssystems (IMI), wodurch gesperrte Ärzte unbemerkt in Belgien tätig bleiben können. Die Ministerin stellte klar, dass die Zuständigkeiten zwischen Föderalstaat und Gemeinschaften klar getrennt seien: „Bekanntlich ist es so, dass die Gemeinschaften für die Anerkennung der Diplome zuständig sind, während die Zulassung zur Tätigkeit als Arzt dem Föderalen Öffentlichen Dienst Gesundheit obliegt.“ Auch die Prüfung der beruflichen Unbedenklichkeit und des Leumunds falle in die föderale Verantwortung. „Uns ist kein Fall von einem Arzt bekannt, der in Ostbelgien praktiziert oder praktiziert hat und der in anderen Ländern nicht zugelassen ist oder war“, gab die Ministerin Entwarnung.

Klinkenberg berichtete jedoch von einem Betrugsfall: „Wir haben kürzlich einem in einer Brüsseler Polyklinik praktizierenden Arzt die Anerkennung entzogen, nachdem wir von einer ausländischen Behörde darauf hingewiesen wurden, dass die Diplome dieser Person gefälscht waren.“

Seitdem werde bei Anträgen aus Rumänien „konsequent bei den rumänischen Behörden nachgefragt“. Gesperrte Ärzte würden demnach im Verwaltungssystem für alle sichtbar blockiert. (nc)

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