„Fakten vor Sensationalismus“: Flämischer Verband meldet sich im Thiam-Streit

<p>Nafi Thiam befindet sich im öffentlich ausgetragenen Streit mit dem Leichtathletik-Verband.</p>
Nafi Thiam befindet sich im öffentlich ausgetragenen Streit mit dem Leichtathletik-Verband. | Foto: belga

Die Berichterstattung über den mittlerweile öffentlich ausgetragenen Streit zwischen Nafi Thiam und dem Landesverband sowie dessen flämischem und wallonischem Flügel verlaufe „voreingenommen, manchmal sogar falsch“, schreibt „Atletiek Vlaanderen“ auf seiner Internetseite. Es sei nicht Aufgabe eines Verbandes, immer wieder zu reagieren oder Richtigstellungen zu fordern.

Der Clinch geht zurück auf Nafi Thiams Weigerung, vor den Weltmeisterschaften von Tokio im September einen Verhaltenskodex zu unterschreiben. In Japans Hauptstadt durfte sie deshalb nicht an gemeinsamen Trainingseinheiten der belgischen Delegation teilnehmen, ihrem Physiotherapeuten wurde der Zutritt zum WM-Gelände verweigert. Nach fünf Disziplinen brach die dreifache Olympiasiegerin den Siebenkampf unter Tränen ab.

Am vergangenen Freitag überschüttete Thiam den Landesverband „Belgian Athletics“ mit Vorwürfen: „Die Personen, die alles darangesetzt haben, meine Teilnahme in Tokio zu verhindern, sind bekannt“, erklärte sie via Social Media. Insbesondere Rutger Smith, Spitzenfunktionär von „Atletiek Vlaanderen“, habe ihr wegen der fehlenden Unterschrift „eine Lektion“ erteilen wollen.

Dessen Flügel antwortet nun – allerdings nicht auf Thiams Aussagen, sondern auf die Berichterstattung in den Medien: „In einer Zeit, in der unvollständige und falsche Informationen schnell verbreiten, ist es wichtig, Raum für einen Journalismus zu lassen, der sich auf Nuancen, Fakten und Ausgewogenheit fokussiert.“ (belga/tf)

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