Klimamarsch in Brüssel: Bürger fordern gerechte und mutige Klimapolitik
Umwelt
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Die Klima-Koalition, ein Zusammenschluss von über 100 Verbänden, Gewerkschaften, Krankenkassen und NGOs, organisiert an diesem Sonntag in Brüssel den Klimamarsch. Ziel der Aktion ist es, Regierungen dazu zu bewegen, öffentliche Gelder für eine faire und ambitionierte Klimapolitik einzusetzen – anstatt weiterhin fossile Energien zu subventionieren.
Teilnehmende des Klimamarsches in Brüssel fordern ein Ende der Subventionen für fossile Energien.
| Archivbild: belga
„Wir fordern von den belgischen und europäischen Regierungen, in unsere Zukunft zu investieren – nicht in ihre Zerstörung“, erklärte Nadia Cornejo, Vizepräsidentin der Klima-Koalition. Laut der Organisation belaufen sich die Subventionen für fossile Energien in Belgien weiterhin auf mehr als 15 Milliarden Euro pro Jahr, ohne dass es bislang einen konkreten Plan zu deren Reduzierung gebe. Gefordert wird eine massive Umlenkung dieser Mittel in energetische Gebäudesanierung, öffentlichen Verkehr und Naturschutz.
Die Demonstrierenden verlangen zudem eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 55 Prozent bis 2030. Auf europäischer Ebene soll Belgien eine Senkung um 90 Prozent bis 2040 unterstützen und bei der kommenden Klimakonferenz (COP) in Brasilien eine ambitionierte Haltung einnehmen.
Die Koalition betont zugleich die Notwendigkeit einer sozial gerechten Energiewende, um wachsende Ungleichheiten zu vermeiden. Gefordert werden ein Beschäftigungs- und Ausbildungsplan für den Übergang zu grünen Berufen, eine gerechte Steuerpolitik nach dem Verursacherprinzip sowie eine internationale Klimafinanzierung, bei der „die stärksten Schultern die schwersten Lasten tragen“.
Die Veranstaltung soll einen festlichen Charakter haben: Ein musikalischer Umzug, Chöre und Konzerte werden den Tag im Brüsseler Jubelpark (Parc du Cinquantenaire) abschließen. „Jedes Zehntelgrad und jeder investierte Euro zählen, um eine sichere und nachhaltige Zukunft aufzubauen“, so die Klima-Koalition.
Anlässlich des Marsches hat die SNCB ihr Zugangebot von und nach Brüssel verstärkt. Drei zusätzliche Züge verkehren von Lüttich-Guillemins, Gent-Sint-Pieters und Antwerpen-Central zum Bahnhof Brüssel-Nord, zudem wurden mehrere S-Züge mit zusätzlichen Wagen ausgestattet. (belga/rt)
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